Text-Bild-Ansicht Band 43

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zehnten Theile der Faden, aus welchen der Docht besteht, eine Quantität fein zertheiltes metallisches Wismuth, oder salpetersaures Wismuth oder ein anderes ähnliches Wismuthpräparat an, und umgibt den, auf diese Weise zubereiteten, Theil des Dochtes mit anderen Faden, bis derselbe die Hälfte der Dike des Dochtes erreicht hat. Diesen Docht schneidet er dann in Stüke, die zwei Mal so lang sind als die Kerzen, zu denen er verwendet werden soll. Dann wird der Docht spiralförmig, in entgegengesezten Richtungen um einen diken Stahldraht gewunden, wie man in Fig. 5 sieht. An dem unteren Ende des Drahtes ist bei a ein Ausschnitt angebracht, in welchen die Mitte des Dochtes zu liegen kommt; sein oberes Ende ist in eine rechtekige Schlinge gebogen, durch welche die beiden Enden des Dochtes zusammengehalten werden, und mittelst welcher der Draht entfernt werden kann, wenn die Kerze fertig ist. Die übrige Bereitung der Kerze geschieht auf die gewöhnliche Weise durch Gießen oder Eintauchen.

Bei der Verbrennung der Kerzen, welche auf diese Weise verfertigt sind, krümmen sich die beiden Stüke des Dochtes nach verschiedenen Seiten, wie man dieß in Fig. 6 sieht; es wird ihnen mithin dadurch eine größere Menge Sauerstoff zugeführt, so daß die Verbrennung so lebhaft geschieht, daß sich keine kohligen Theile bilden, welche das Licht verhindern, oder das Puzen des Lichtes nöthig machen.

LXV. Verbesserungen in der Hervorbringung eines künstlichen Lichtes beim Brennen von Talg, Oehl und anderen fetten Substanzen, auf welche Verbesserungen sich Isaiah Jennings zu New York am 20. Mai 1830 ein Patent ertheilen ließ.

Aus dem Register of Arts. Januar 1831, S. 250.

Mit einer Abbildung auf Tab. V.

Die Verbesserungen, die ich in der Erzeugung eines künstlichen Lichtes durch Verbrennung von Talg, Oehl oder anderen fetten Substanzen erfand, liegen zum Theile in der Art und Weise, auf welche aus dem Talge oder anderen Substanzen Kerzen geformt, zum Theile in dem Apparate, in welchem dieselben verbrannt werden.

Wenn hartes Fett gebrannt werden soll, so mache ich gewöhnlich eine Kerze von 2 Zoll im Durchmesser und 12 Zoll Länge daraus, indem ich das Fett in Model gieße. Die Dochte mache ich flach und beiläufig 1 1/4 Zoll breit; ich nehme hiezu gewöhnlich Baumwollenzeug, welchen ich zur Dike des Dochtes zusammenfalte, und auf die gewöhnliche