Text-Bild-Ansicht Band 43

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Firniß für Kupfer, der so schön und so dauerhaft wie der englische seyn soll.

Man löse in 12 Unzen Weingeist über einem warmen Sandbade 2 Unzen ausgesuchten, ganz reinen Gummi-Lak von der besten Qualität auf; ebenso löse man in einer gleichen Menge Weingeistes eine halbe Unze Drachenblut in Tropfen auf. Dann vermische man diese beiden Auflösungen und seze drei Gran Gelbwurz (terra merita) zu, die man 12 Stunden lang digeriren läßt, und von Zeit zu Zeit schüttelt. Nach dieser Zeit filtrire man die Flüssigkeit durch Papier, und bewahre sie in einem gut verschlossenen Gefäße auf. Den Zusaz der Gelbwurz kann man vermehren oder weglassen, je nachdem man die Farbe des Kupfers beibehalten will oder nicht. (Aus der Bibl. phys. écon. im Bullet. d. Scienc. technol. Junius 1831, S. 97.)

Allen's Verbesserungen an Pianoforte's.

Man hat, wie unsere Leser wissen, schon seit längerer Zeit die Rahmen für die Pianoforte's aus Gußeisen verfertigt, und dieselben auch gut gefunden; nur hatte es außerordentlich viele Schwierigkeiten die Stifte, mit, welchen die Saiten gespannt und aufgezogen werden, so in den Löchern anzubringen, daß sie sich leicht drehen, und doch zugleich auch bei jeder Spannung hinlänglich fest halten. Hr. Wilh. Allen, Pianoforte-Fabrikant zu Catherine-Street, Strand, London ließ sich nun am 20. Julius 1831 ein Patent auf Verbesserungen an diesen Instrumenten geben, welche Verbesserungen sich vorzüglich auf die Befestigung der Stifte in diesen Rahmen aus Gußeisen beziehen. Seine Erfindung besteht dem Register of Arts, November 1831, S. 237 zu Folge lediglich darin, daß er längs jenem Ende des Rahmens, an welchem die Aufziehschrauben eingesezt werden, zwei schwalbenschwanzförmige Fugen anbringt, in die er hölzerne Stüke von entsprechender Form eintreibt, die zur Aufnahme der Stifte dienen. Das Register findet diese Erfindung sehr zwekmäßig, und meint, daß die Instrumente dadurch wesentlich verbessert und wohlfeiler gemacht würden.

Dujariez's Waldhörner und andere messingene Blasinstrumente.

Hr. Dujariez zu Paris, rue des Grands-Augustins Nr. 25, verfertigt gegenwärtig, sowohl nach einem Berichte des Hrn. Francoeur im Bulletin de la Société d'Encouragement, September 1831, S. 415, als nach dem Zeugnisse mehrerer ausgezeichneter Musiker die besten Waldhörner, Trompeten, Posaunen und sonstigen messingenen Blasinstrumente. Seine Waldhörner sollen selbst vor jenen aus der Fabrik des Hrn. Raoux, die bisher für die besten galten, den Vorzug verdienen. Er gibt denselben zwar weder eine neue Form, noch benuzt er bei der Verfertigung derselben neue Kunstgriffe; allein er gibt allen Theilen genau das gehörige Verhältniß, macht sie innen so glatt wie außen, und besizt überhaupt den höchsten Grad von Fertigkeit bei allen dabei nöthigen Arbeiten. – Man hat gefunden, daß der Firniß, mit welchem man gewöhnlich das weitere Ende der Hörner überzieht, dem Wohlklange derselben schadet, und hat daher versucht, sie statt des Firnissens zu vergolden; allein auch dieses gelang bisher nicht, weil man dem Messinge dieses Theiles eine zu große Dike hätte geben müssen. Hr. Dujariez hat das Verdienst, eine Vergoldung in Anwendung gebracht zu haben, in Folge welcher das Messing nicht diker zu seyn braucht, welche dem Instrumente durchaus nichts schadet, und welche auch dauerhaft ist.

Coleman's elastische Pferdegurte.

Da die gewöhnlichen Gurte, mit welchen man die Pferdedeken auf den Pferden befestigt, einen nicht unbedeutenden und lästigen Druk auf die Pferde ausüben, und an jungen Thieren sogar der Ausdehnung und dem Wachsthume mehrerer Muskel sehr nachtheilig sind, so hat man darauf gedacht diese Gurte elastisch zu machen. Hr. Thomas Coleman zu St. Albans in der Grafschaft Hertfordshire hat sich am 29. Mai 1831 ein Patent auf solche verbesserte Pferdegurte