Text-Bild-Ansicht Band 49

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XXXI. Verbesserungen an den Dampfmaschinen und an dem Mechanismus, durch welchen die Spann- oder Elasticitäts-Kraft des Dampfes zur Ertheilung eines Impulses und zur Regulirung der Geschwindigkeit der Dampfwagen veranlaßt wird, auf welche Verbesserungen sich Richard Roberts, Civil-Ingenieur zu Manchester in der Grafschaft Lancaster, am 13. April 1832 ein Patent ertheilen ließ.

Aus dem London Journal of Arts. Mai 1833, S. 201.

Mit Abbildungen auf Tab. III.

Meine Erfindung oder Verbesserung an den Dampfmaschinen besteht, sagt der Patentträger, in einer neuen Form und Einrichtung der Klappen oder Ventile, welche den Dampf in den Treibcylinder ein- und austreten lassen. Meine Ventile oder Klappen, die ich sogleich näher beschreiben werde, bestehen nicht wie die gewöhnlich gebräuchlichen aus schiebbaren, flachen oder sogenannten D Klappen oder Ventilen, sondern aus hohlen metallenen Cylindern, welche dampfdicht in genau gebohrte, cylindrische Höhlungen passen, und mittelst eigener, an denselben befindlicher Klappenstangen (die durch Schlußbüchsen gehen, welche sich in den Dekeln der Cylinder befinden) nach ihrer Achse und der Länge nach auf und nieder bewegt werden können.

Ich beschreibe meine verbesserten Klappen oder Ventile und die Gehäuse, in denen sie sich befinden, als cylindrisch, weil dieselben in der Praxis von dieser Form leichter mit gehöriger Genauigkeit verfertigt werden können, als von prismatischer Form. Sollte man es jedoch für zwekdienlich halten, so könnte man denselben eben so gut auch eine prismatische Form geben. An dem Apparate, den ich beschreiben will, nenne ich nun den inneren hohlen Cylinder oder das Prisma die Klappe oder das Ventil; das äußere Gehäuse, in welchem sich diese Klappe oder das Ventil bewegt, hingegen den Klappen- oder Ventil-Cylinder, oder das Ventil-Gehäuse. Einer der vorzüglichsten Vortheile, den diese Verbesserung gewährt, liegt darin, daß man das Zuströmen des Dampfes von dem Treibcylinder an jedem bestimmten und nach Belieben abänderlichen Punkte des Hubes oder Stoßes der Maschine leichter und sicherer unterbrechen kann, als dieß bisher bei irgend einer anderen Methode möglich war.

Um nun zu diesem Zweke zu gelangen, wende ich eine Reihe verschieden modificirter Ventile an, durch welche der Dampf nach und