Text-Bild-Ansicht Band 50

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der Maschine ausgesezt werden. Damit nichts von dem Flachse an den Aesten der beweglichen Rahmen hängen bleiben könne, ist jeder dieser Rahmen mit einem Schilde versehen, der aus einer polirten Eisen- oder Messingplatte besteht, und der einen Theil der Hecheln und der Köpfe der Schrauben, mittelst welcher sie an den Armen befestigt sind, bedekt.

Diese Gehäuse oder Schilde sieht man in Fig. 35, 36 und 37 einzeln für sich. Wenn die Metallplatte in die aus Fig. 36 ersichtliche Form gebogen worden, so wird sie über die Arme der Hechelrahmen geschoben, an denen sie in Folge ihrer Elasticität hinlänglich fest hält. Fig. 37 zeigt, auf welche Weise der Schild die Hecheln oder Kämme dekt. Zu bemerken ist jedoch, daß die Ränder dieser Schilde je nach den Stellungen, in die sie gebracht werden, in verschiedenem Grade hervorragen müssen. Jene, welche die oberen Hechelarme zu deken haben, brauchen nur wenig hervorzuragen, damit die Spizen unbedekt bleiben, und frei in die Büschel Flachs eindringen können. Die Schilder der unteren Hecheln müssen hingegen weit hervorragen, damit die Hechelspizen nicht zu tief in den Flachs eindringen, und zwar zu dem Behufe, damit das Werg, welches sich sonst nur schwer von den unteren Kämmen oder Hecheln losmachen würde, leicht herabfallen kann.

Da es vortheilhaft seyn dürfte, wenn jeder Büschel Flachs an den unteren Enden gehechelt oder gekämmt würde, bevor noch dessen Mitte gehechelt wird, so braucht man, um auch zu diesem Zweke zu gelangen, nur einige der Hechelspizen der oberen Arme zu entfernen.

Der Patentträger nimmt keinen der einzelnen Theile, sondern die Verbindung derselben zu dem angegebenen Behufe als seine Erfindung in Anspruch.

LVII. Beschreibung einer Maschine zum Abnehmen der Haare von Biber- und anderen Fellen, auf welche sich John Walmsley, Seiden-Abwinder zu Manchester, am 15. März 1832 ein Patent ertheilen ließ.

Aus dem London Journal of Arts. Julius 1833, S. 342.

Mit Abbildungen auf Tab. IV.

Die Erfindung des Patentträgers besteht hauptsächlich in der Anwendung von einem Paare sich umdrehender, gefurchter Walzen, welche die Felle in gespanntem Zustande vorwärts ziehen, und über die Kante eines Riegels führen, wo dann die rauhe Seite des Felles der Einwirkung eines Schneidmessers, welches sich in einem horizontalen Rahmen hin und her bewegt, ausgesezt wird.