Text-Bild-Ansicht Band 50

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welches zwar anfangs sehr gut aussieht, aber, wenn es ein Mal angelaufen oder unrein geworden, nur mehr im Feuer gereinigt werden kann.

Aus allem diesem erhellt, daß Hr. Gandais die von ihm erfundene gemischte Silberarbeiterkunst nur durch zahlreiche Versuche, durch eine seltene und unermüdliche Ausdauer, und durch große Capitalvorschüsse auf diesen Grad von Vollkommenheit bringen konnte; daß seine Fabrikate eine Dauerhaftigkeit und Solidität besizen, welche man bisher an Gegenständen dieser Art vermißte; daß sie nebstdem alle bisherigen Leistungen an Wohlfeilheit und Eleganz übertreffen, und daß er Frankreich endlich von dem Tribute befreite, den es sonst in diesem Fabrikationszweige an England entrichtete. Die Commission schlägt daher vor, Hrn. Gandais als Anerkennung seiner Verdienste von Seite der Gesellschaft die goldene Medaille erster Classe zustellen zu lassen.

LX. Beschreibung eines Apparates zur Fabrikation und Raffination von Zuker und anderen Extracten, auf welchen sich William Gutteridge, Civilingenieur, von the Minories in dem Borough of the Tower Hamlets und Georg Stevens, Zukerraffineur von Norwood in der Grafschaft Surrey, am 21. December 1833 ein Patent ertheilen ließen, und welches sich auch zu anderen Zweken benuzen läßt.

Aus dem Repertory of Patent-Inventions. September 1833, S. 129.

Mit Abbildung auf Tab. IV.

Unsere Erfindungen, sagen die Patentträger, bestehen 1) in einer eigenen Einrichtung oder Verbindung der Apparate zum Sieden und Eindampfen der Syrupe nach dem Principe der Howard'schen Vacuumpfannen; 2) in der Anwendung solcher Apparate zum Eindampfen, Concentriren und Gewinnen von geistigen und anderen Extracten aus den Auflösungen und Gemengen anderer vegetabilischer Substanzen; und 3) endlich in einer eigenen Einrichtung der Apparate zum Troknen der Zukerhüte. Um alle diese Erfindungen deutlich und anschaulich zu machen, wollen wir sogleich zur Beschreibung der beigefügten Zeichnungen übergehen.

Fig. 35 ist ein Längendurchschnitt eines nach unserer Erfindung erbauten Siedapparates.

Fig. 36 ist ein Grundriß von Fig. 35, und Fig. 37 ist ein Querdurchschnitt. AA stellt das Mauerwerk und die Feuerzüge vor, in welche der Apparat eingesezt ist, und zwar auf eine Weise, die