Text-Bild-Ansicht Band 51

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Maschine beifügt, ist jedoch so unvollkommen und so undeutlich, daß wir uns damit begnügen müssen, unsere Leser auf diese Erfindung aufmerksam gemacht zu haben.

Die Liverpool-Birmingham-Eisenbahn,

oder die sogenannte große Verbindungs-Eisenbahn (Great function Railway), hat bereits sehr große Fortschritte gemacht; besonders weit ist schon der zwischen Kneetsford und Mere gelegene Theil gediehen. Die Directoren des Baues haben kürzlich die Lieferung von Baumaterial zur Errichtung eines großen Viaducts, der in der Stadt Dutton über den Fluß Weaver führen soll, ausgeschrieben. Dieser Viaduct soll 18 Bogen erhalten, von denen jeder 60 Fuß Spannung, und eine Höhe von 60 Fuß haben würde, so daß der bisher so berühmte Viaduct von Sankey im Vergleiche mit diesem neuen weit größeren Baue unbedeutend werden würde. – Man hat den Directoren vorgeschlagen, die Bahn nach dem undulirenden Principe des Hrn. Badnall zu erbauen; sie sind jedoch nicht darauf eingegangen. (Mechanics' Magazine, No. 539.)

Ueber ein durch die Füße des Fahrenden betriebenes Fuhrwerk.

In den Straßen von Chelmsford ließ sich kürzlich ein Individuum von Romsford sehen, welches in einem angeblich von ihm erfundenen und von ihm selbst in Bewegung gesezten Wägelchen herumfuhr. Dieses Fuhrwerk hat drei Räder, von denen das vordere zur Leitung oder Steuerung dient. Die Triebkraft wird durch die Füße des Fahrenden erzeugt, indem dieselben auf zwei mit der Achse der hinteren Räder in Verbindung stehenden Brettchen oder Tretschämel wirken. An der rechten Seite ist ein Rad angebracht, welches mit der Hand in Bewegung gesezt wird, und wodurch die Kraft verstärkt werden kann, wenn es sich um das Hinauffahren eines Hügels handelt. Wir haben dergleichen pedomotive Wagen (pedomotive Carriages) schon mehrere erscheinen und wieder aufgeben sehen; der gegenwärtige scheint uns aber deßwegen merkwürdig, weil der Verfertiger versichert, mit Leichtigkeit 7 engl. Meilen in der Stunde damit zurüklegen zu können, und weil dessen Bau so einfach ist, daß der Erfinder ihn für 40 Schill. (24 fl.) zum Verkaufe anbietet. Der Erfinder will jezt ein solches Wägelchen bauen, in welchem er auch seine Frau mit sich führen kann, ohne daß dieselbe mit ihren Beinen oder Armen mitzuhelfen brauchte. (Mechanics' Magazine, No. 537. Wir sahen diesen Herbst auch in einer benachbarten Hauptstadt einen solchen pedomotiven Wagen herumkutschiren, bei welchem jedoch die Fußbewegungen ziemlich anstrengend schienen, und dessen Maschinerie jedenfalls sehr unvollständig gebaut war, weil man sie auf eine bedeutende Entfernung hin knarren und schnurren hörte).

Schiffe aus Eisenblech.

Die HH. Thomas Vernon u. Comp. zu Liverpool haben neuerdings wieder ein Boot, eine sogenannte Gig, aus Eisenblech erbaut, welches zur Canalschifffahrt zwischen Preston und Kendal bestimmt ist, und alle früheren an Zwekmäßigkeit übertreffen soll. Es ist 34 Fuß lang, 5 Fuß 6 Zoll breit, 2 Fuß tief, und wiegt dabei nicht mehr als 23 Centner! Es ist für 80 Passagiere berechnet, und wird, selbst wenn es mit den für sie nöthigen Kajüten und anderen Bequemlichkeiten ausgestattet seyn wird, nicht über 32 Centner schwer seyn. (Aus dem Liverpool Chronicle im Mechanics' Magazine, No. 540.)

Ueber den Druk des Oceans in verschiedenen Tiefen.

Hr. Thomas Beverley gibt im Nautical Magazine folgende interessante Notizen über den Druk der See in verschiedenen Tiefen, die uns jedoch noch weiterer Bestätigung zu bedürfen scheinen. Es war mir schon oft aufgefallen, sagt Hr. Beverley nämlich, daß die Harpunen, wenn man sie aus frisch erlegten Wallfischen zieht, weit schwerer, als gewöhnlich sind. Man muß sie daher, wenn