Text-Bild-Ansicht Band 51

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welchen wir, da er nicht von allgemeinem Interesse ist, hier nur verweisen. So viel scheint daraus hervorzugehen, daß Hr. Macerone die Beweise, daß sein Wagen 1700 engl. Meilen zurüklegte, ohne daß auch nur ein Schilling auf Reparaturen ausgegeben werden mußte, schuldig geblieben ist.

Außerordentliche Geschwindigkeit eines Dampfwagens auf der Liverpool-Manchester-Eisenbahn.

Man hat kürzlich auf der Liverpool-Manchester-Eisenbahn mit einem leicht beladenen Dampfwagen eine Geschwindigkeit von 40 engl. Meilen in der Stunde erreicht, und Hr. G. Stevenson ist der Meinung, daß selbst eine Geschwindigkeit von 400 engl. Meilen erzielt werden könnte, obschon bei einer solchen Geschwindigkeit der Widerstand der Luft bedeutend seyn würde. Man verfertigt gegenwärtig Dampfwagen, die 8 Mal so viel Kraft haben, als der Rocket, der früher der stärkste war, und die dessen ungeachtet nicht schwerer auf die Schienen drüken, weil die Schwere gleichmäßig auf 6 Räder vertheilt, und die Maschinerie in einer vortheilhafteren Stellung angebracht ist. Die Röhren des Kessels sind kleiner, aber zahlreicher, als früher; auch verfertigt man sie jezt aus Messing statt aus Kupfer. Die lezte auf die Eisenbahn gebrachte Maschine lief 23,000 engl. Meilen, und erforderte nur gewöhnliche Ausbesserungen; sie legte täglich 4 bis 5 Fahrten, jede zu 30 engl. Meilen, zurük. (Aus dem Liverpool Albion in Galignani's Messenger No. 5880.)

Ueber die Kosten der englischen Straßen.

Die Commission der Lords über die englischen Landstraßen hat kürzlich wieder ein Mal einen Bericht über den Zustand der Straßen in England abgestattet, der aber nur bis zum Jahre 1829 geht. Nach diesem Berichte betrug nun die Länge der Straßen in England und Wales im Jahre 1829 49,798 Meilen, wofür 3783 Parliamentsacten ausgestellt wurden. Die auf den Straßen lastenden Schulden beliefen sich auf 7,785,000 Pfd. Sterl.; der Ertrag auf 1,455,000 Pfd. die Ausgaben auf 1,678,000 Pfd.; es kamen also auf die Meile 392 Pfd. Schulden, 73 Pfd. Ertrag und 83 Pfd. Ausgaben. Auf je 5 1/2 Meile kommt eine Parliamentsacte, und eine solche Acte kostet 400 Pfd. Sterl., obschon die Beamten vom Staate besoldet werden! Die 3783 Acten kosteten zusammengenommen 1 1/2 Millionen Pfd. Sterl., so daß also der fünfte Theil der auf den Straßen-Unternehmungen ruhenden Schulden lediglich durch die enormen Kosten der corrupten und veralteten Legislation hervorgebracht wurde. Die Zahl der Beamten belief sich auf 3627, und mithin kommt auf je 5 1/2 engl. Meile einer. Die Gesammtschulden kommen der Einnahme von 5 1/2 Jahren gleich. Von den Gesammtausgaben, die sich im Jahre 1829 auf 1,678.000 Pfd. beliefen, kamen 232,000 Pfd. auf Interessen; 303,000 Pfd. auf Arbeitslohn, 578,000 Pfd. auf Fuhrlohn, Material, Contracte; 56,300 auf angekauftes Land; 64,000 Pfd. auf Ausbesserung der Zollhäuser etc.; 196,000 Pfd. auf Gehalte und Proceßkosten; 243,700 Pfd. auf Besoldungen etc. und größere Verbesserungen. Die Gehalte und Proceßkosten betragen also beinahe den achten Theil der ganzen Ausgabe und 2/3 der Summe des Arbeitslohnes! (Aus dem Chronicle in Galignani's Messenger, No. 5877.)

William Dobree's Rettungsboot.

Das London Journal of Arts, Jan. 1834, S. 300, enthält folgende Notiz über das Rettungs- oder Sicherheitsboot, auf welches sich William Dobree von Fulham, Middlesex, am 5. August 1830 ein Patent ertheilen ließ: „Wir haben die Erklärung, die der Patentträger von seinem sogenannten selbstständigen Sicherheitsboote gibt, sorgfältig studirt, können aber daraus nicht entnehmen, worin die Erfindung eigentlich besteht. Der Patentträger sagt zwar, daß die Neuheit in der Trennung jenes Theiles, in welchem die Passagiere und die Schiffsmannschaft enthalten sind, von dem Rumpfe, der mittelst einer sich selbst füllenden Wasser-Ballast-Kammer damit verbunden ist, bestehe; er erläutert ferner diese