Text-Bild-Ansicht Band 51

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von Seite der Gesellschaft eine Medaille zu ertheilen, um demselben einen Beweis ihrer Achtung für seine Verdienste zu geben.

LXV.  Faraday's Versuche über die Eigenschaft fester Substanzen, und besonders des Platins, gasförmige und dampfförmige Körper zur Vereinigung zu disponiren.

Aus der Literary Gazette, No. 888.

Diese Abhandlung bildet die sechste Reihe von Faraday's experimentellen Untersuchungen über die Elektricität; die Versuche, welche er darin beschreibt, gehören zwar nicht in das Gebiet der Elektricität, aber leztere veranlagte sie doch unerwarteter Weise. Als er das Wasser von Salzauflösungen durch die Wirkung von Platinblechen, die mit der galvanischen Säule verbunden waren, zersezte, bemerkte er, daß das erhaltene Gasgemisch sich von selbst nach und nach wieder verminderte. Er fand dann durch eigends deßhalb angestellte Versuche, daß das Sauerstoff- und Wasserstoffgas ganz verschwanden, d.h. sich zu Wasser vereinigten, wenn die als Pole angewandten Platinbleche mit den Gasarten in Berührung waren, und gewisse Auflösungen, wie von Schwefelsäure, oder neutralen schwefelsauren Salzen angewandt wurden. Anfangs glaubte er, daß das positiv elektrisirte Platinblech diese Wirkung allein hervorbringe, er fand aber bald, daß sie auch dem negativ elektrisirten zukommt; endlich überzeugte er sich, daß man das Platinblech nur auf eine ganz einfache Art zu reinigen braucht, um ihm das Vermögen, das Sauerstoff- und Wasserstoffgas zu Wasser zu verbinden, zu ertheilen. So verursachte ein Platinblech, welches mit einem Kork, etwas Schmirgel und Wasser gerieben und dann in ein Gemisch von Sauerstoffe und Wasserstoffgas gebracht worden war, ihre allmähliche Verbindung. Leztere fand in den meisten Fällen nur langsam Statt, konnte aber auch so beschleunigt werden, daß wirklich Entzündung und Explosion eintraten.

Wenn ein Platinblech in verdünnter Schwefelsäure vier oder fünf Minuten lang positiv elektrisch gemacht, dann zehn oder fünfzehn Minuten lang in destillirtes Wasser gelegt und hierauf in eine Röhre gebracht wird, die Sauerstoff- und Wasserstoffgas (in dem Verhältniß wie sie Wasser bilden) enthält, so werden sich die Gasarten sogleich zu vereinigen anfangen; anfangs wird das Wasser, womit sie abgesperrt sind, während sie verschwinden, nur langsam aufsteigen, dann aber schneller und zulezt ganz rasch, wobei das Platin zugleich rothglühend wird, so daß das Glas, welches in diesem Augenblike noch unverbunden zurükblieb, explodirt. Man kann auch dem Platinblech, ohne einen