Text-Bild-Ansicht Band 51

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drei Mal eine Portion davon reicht, so ist die Mastung gewöhnlich in 3 Wochen bezwekt. Eine Quantität Trauben, welche 112 Liter Wein gibt, und 10 bis 12 doppelte Decaliter Kleie reichen hin, um jedes Pferd, wie mager es auch seyn mag, fett zu machen.

Das beste Mittel gegen den Mehlthau.

Der berühmte Botaniker, Professor Lindley, erklärte in einer der Vorlesungen, welche er an der Universität zu London hielt, daß auch seiner Erfahrung nach das einzige sichere Mittel gegen das unter dem Namen Mehlthau bekannte, und von Gärtnern und Oekonomen gefürchtete Uebel darin bestehe, daß man die Samen vor dem Ausbauen 12 Stunden lang in Kalkwasser einweicht, und dann an der Luft troknet. Wir verdanken die Entdekung dieses Mittels dem durch seine Reisen und seine Zeichnungen berühmten Hrn. Bauer. (Mechanics' Magazine, No. 537.)

Rasche Zunahme der Bevölkerung in den Vereinigten Staaten von Nordamerika.

Die Vereinigten Staaten von Nordamerika geben das Beispiel der raschesten Zunahme der Bevölkerung, welche die Geschichte bisher in irgend einem Lande nachzuweisen im Stande ist. Während sie im Jahre 1770 nur 1,500,000 Einwohner zählten, zählten sie im Jahre 1794 schon 3,929,226; im Jahre 1800 5,319,782; im Jahre 1810 bereits 7,329,903; im Jahre 1820 schon 9,654,415, und im Jahre 1830 endlich 12,856,154. Von diesen lezten waren:

Textabbildung Bd. 51, S. 159

Merkwürdig ist hierbei, daß die Zahl der über 100 Jahre alten Individuen unter den Farbigen so erstaunlich größer ist, als unter den Weißen. Unter den 2,330,096 Farbigen (Freie und Sclaven zusammengenommen) befinden sich nämlich 986 Männer und 1329 Weiber, in Summa 2015 Individuen, die über 100 Jahre alt sind; unter den 10,526,658 Weißen hingegen beläuft sich deren Anzahl nur auf 274 Männer und 234 Weiber, in Summa auf 508. (Aus dem Chronicle in Galignani's Messenger, No. 5877.)

Ueber ein Verfahren das Leder für Wehrgehänge, Patrontaschen zu lakiren.

Das Repertory of Patent-Inventions, Januar 1834, S. 59 empfiehlt folgende Methode das Leder für Wehrgehänge, Patrontaschen etc. zu lakiren. Man soll, nachdem das Leder, welches zum Lakiren bestimmt ist, zubereitet und abgeschabt worden, auf dessen Fleischseite eine dünne Schichte Leimwasser, dem beiläufig eine Unze gekochtes Leinöhl zugesezt worden, auftragen. Nachdem diese Schichte troken geworden, soll man das Leder poliren, und dieses Auftragen und Poliren soll so oft wiederholt werden, bis das Leder vollkommen glatt ist. Dann mische man einen Theil Leinöhl, welches mit vieler Bleiglätte abgekocht worden, in einem eisernen Gefäße mit einem Theile Copalfirniß, seze dem Gemenge noch gepülvertes Lampenschwarz und Terpenthingeist zu, und stelle das Ganze über ein Feuer. Nun spanne man das Leder, welches während dieser Zeit in einem geheizten Gemache gehalten worden, auf einem Tische auf, trage mir einer flachen Bürste eine sehr dünne Schichte des Gemenges auf, und bringe das Leder sogleich wieder in das warme Gemach, in welchem man es langsam troknen läßt. Ist der Ueberzug troken geworden, so polirt man das Leder mit Bimsstein, oder noch besser mit fein gepülverter und durchgesiebter Kohle, um hierauf eine zweite Schichte Firniß aufzutragen. Zulezt trägt man auch noch eine dritte Schichte auf, die aber sehr dünn und sehr eben seyn muß, und nach welcher man das Leder troknet,