Text-Bild-Ansicht Band 53

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kommen würde, wenn man nur die Ausgaben, die man 4–5 Jahre auf das Beiführen und Verklopfen der harten Steine verwendet, auf ein Mal zur Verfertigung der Granitgeleise benuzen wollte.

Diese flüchtigen Gedanken sollen zu nichts dienen, als Sachkenner aufmerksam zu machen und zu Versuchen aufzumuntern. Da gegenwärtig in manchen Gegenden, z.B. in Sachsen, in den Niederlanden ein reger Eifer entstanden ist, die Landstraßen zu verbessern und Eisenbahnen anzulegen, so hat der vorstehende Aufsaz seinen Zwek erreicht, wenn diejenigen, die mit der Leitung dieser großen Arbeiten beauftragt sind, einige Rüksicht darauf nehmen.

Da das vorgeschlagene rohe Material an den meisten Orten wenig kostet, und das Eisen in Deutschland theuer und bei großen Anlagen kaum in vielen Jahren darzustellen wäre, so scheint der Vorschlag allerdings die Aufmerksamkeit der Actiengesellschaften zu verdienen, da der wohlthätige und große Zwek auf eine wohlfeilere und für die Theilhaber weit sichere Weise als durch Eisenbahnen, wie sie bis jezt angelegt werden, erreicht werden könnte.

In Rüksicht der Fuhrwerke, die durch Dampfmaschinen getrieben werden, scheint es für die Unternehmer in Deutschland sehr räthlich zu seyn, wenigstens noch ein Jahrzehent zuzuwarten, und ein reicheres Volk die Versuche bezahlen zu lassen. In Deutschland sind die Steinkohlen weit theurer, und das Pferdefutter viel wohlfeiler als in England. Die Erfindung selbst ist noch freilich in einer viel versprechenden Kindheit. Da aber den besten Nachrichten zu Folge das Abnüzen dieser Maschinen in kurzer Zeit so viele Ausbesserungen erfordert, daß der ursprüngliche Anschaffungspreis in wenigen Monaten auf Flikerlohn verwendet werden muß, so könnte es dieser Erfindung gehen wie jenen Wunderkindern, die in der ersten Jugend viel versprechen, und in der Zeit, wo man ihre Reife erwartet, als unbrauchbare Dummköpfe sich darstellen.