Text-Bild-Ansicht Band 55

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Ein segelnder Eisenbahnkarren.

Die True Sun erzählt von einem Kohlenwagen, den Hr. Capitän Hurst mit einem Maste und einem Segel ausgestattet, auf die Eisenbahn der Llangennech-Steinkohlen-Compagnie brachte, um denselben vom Winde in Bewegung sezen zu lassen. Der Wind blies stark in der Richtung der Eisenbahn, und der Wagen wurde dadurch in 7 1/2 Minuten eine Streke von 3 engl. Meilen weit getrieben, auf der sich überdieß eine schiefe Ebene von 1/2 Meile befand. Die Geschwindigkeit betrug demnach 25 Meilen in der Stunde. Bei einem zweiten Versuche, bei welchem der Wind gegen die Seite des Wagens blies, betrug die Geschwindigkeit nur 9 bis 10 Meilen in der Stunde. (Mechanics' Magazine No. 592.)

Die Dublin- und Kingstown-Eisenbahn,

welche zu den merkwürdigsten Unternehmungen dieser Art gehört, und von der wir kürzlich eine gedrängte Beschreibung mittheilten, ist nun glüklich von ihrem berühmten Erbauer, Hrn. Vignoles, zu Ende gebracht. Tausende von Individuen befahren und bewundern dieselbe bereits, und der lebhafteste Verkehr herrscht auch im Gütertransporte. Der Gang der Dampfwagen ist vortrefflich und macht ihren Erbauern große Ehre. Man hat an denselben einen eigenen und neuen Apparat angebracht, durch welchen die plözlichen Stöße und Erschütterungen, die sonst beim Anhalten und Abfahren der Wagen Statt zu finden pflegen, beinahe gänzlich beseitigt werden sollen. Wir werden trachten über diesen neuen Apparat, den die Erfinder a buffing apparatus (einen stoßenden Apparat) nennen, Notizen zu sammeln, und diese dann unseren Lesern vorlegen. (Mechanics' Magazine, No. 594.)

Ausfuhr englischer Maschinen und englischer Arbeiter.

Von Calais, schreibt Galignani's Messenger, ging jüngst ein Schiff ab, an dessen Bord sich 15 Maschinen zur Tullfabrikation, und eben so viele englische Weber mit ihren Familien befanden, die von einem französischen Kaufmanne zur Gründung einer Fabrik in St. Petersburg engagirt wurden. Die russische Regierung soll zu diesem Behufe die Einfuhr von englischem, zur Tullfabrikation geeigneten Baumwollgarn ganz frei gegeben haben. – Dieß ist ein neuer Beweis, bemerkt das Mechanics' Magazine, No. 582, für das Unsinnige des Gesezes gegen die Ausfuhr der Maschinen. Man verbietet diese Ausfuhr, und bringt dafür jene, die die auszuführenden Maschinen zu verfertigen und zu behandeln verstehen, zur Auswanderung!

Haggenmacker's neues amerikanisches Silber.

Ein Hr. John H. Haggenmacker in Philadelphia ließ sich im September 1834 in den Vereinigten Staaten ein Patent auf ein sogenanntes neues amerikanisches Silber geben, welches nur eine Modification des Maillechort oder des sogenannten deutschen Silbers ist. Der Patenterklärung gemäß erzeugt der Patentträger seine Composition durch Zusammenschmelzen folgender Ingredienzien:

Kupfer 3 Pfd. 0 Unzen
Silber 1 –
Zink 1 – 4 –
Kobalt 1/2 –
Nikel 12 –
Mangan 2 –
Zinn 1 –
Eisen 1/2 –

(Aus dem Franklin Journal im Mechanics' Magazine.)

Ueber Hrn. Lemare's neuen Ofen, Pantotherme genannt.

Hr. Lemare in Paris, Quai Conti, ist bereits durch seine Kaffeekannen, leine Filtrir- und künstlichen Brütapparate, seine Feldkessel, seine Sparherde und