Text-Bild-Ansicht Band 59

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Ueber die Bereitung der besten chinesischen Tusche.

Die Encyclopédie japonaise gibt an, daß die beste chinesische Tusche in den kaiserlichen Fabriken in Japan auf folgende Weise bereitet wird. Man verbrennt Kampher und sammelt den hiebei emporsteigenden Ruß nach der gewöhnlichen Methode, um dann hieraus mit Leim, den man sich aus Eselshäuten bereitet, die Tusche zu erzeugen, (Journal des connaissances usuelles. Januar 1836, S. 41.)

Fischbeinstäbchen als Hälter für die metallenen Schreibfedern

empfiehlt ein Korrespondent des Mechanics' Magazine den Schreibfederfabrikanten vor allen Arten von Holz, und vor Elfenbein und Metallen, die man bisher gewöhnlich anwendete. Das Fischbein ist nicht nur leicht, sondern besizt auch die Elasticität der gewöhnlichen Schreibfedern.

Schuzmittel gegen Feuersgefahr für Strohdächer.

Die Société d'agriculture du Nord macht in dem lezten Bande ihrer Abhandlungen folgendes einfache und wohlfeile Mittel bekannt, womit man Strohdächer gegen das Feuerfangen zu schüzen im Stande seyn soll. Man überziehe das Strohdach mit einer Tünche, welche zu 7/10 aus Thon, 1/10 aus Sand, 1/10 aus Pferdemist und 1/10 aus Aezkalk besteht, und welche man bereitet, indem man diese Substanzen mit Wasser zur Mörtelconsistenz anrührt. Diese Tünche muß in der Dike von ungefähr 4 1/2 Linie auf das Stroh aufgetragen werden; auch müssen die Sprünge, die sich beim Troknen in derselben bilden, immer wieder sorgfältig ausgefüllt werden. Die Ueberziehung eines Daches von 160 Quadratmeter kommt beiläufig auf 7 1/2 Fr. zu stehen. – Wir brauchen wohl kaum zu erinnern, daß bereits schon viele ganz ähnliche Tünchen zu demselben Zweke empfohlen wurden. (Bulletin de la Société d'encouragement. November 1835, S. 545.)

Chevallier's Schuzmittel gegen Würmer für Bauholz.

Hr. A. Chevallier hat der französischen Marine neuerdings als eines der kräftigsten Mittel zur Schüzung des Schiffbauholzes gegen die Angriffe der Würmer empfohlen, den Theer mit dem brennzeligen, bei der Destillation der Tabakrippen gewonnenen Oehle zu vermengen. Er versichert, daß dieses sehr scharfe Oehl von durchdringendem Geruche und ebensolchem Geschmake die Würmer zuverlässig abhält. (Ebendaselbst, S. 544)

Verfahren ranziggewordene Butter wieder vollkommen genießbar zu machen.

Ranzig gewordene Butter kann wieder vollkommen genießbar und von angenehmem Geschmake gemacht werden, wenn man auf ein halbes Kilogramm (1 Pfd.) Butter einen Liter (2 Pfd.) frische Milch nimmt, und nach der gewöhnlichen Methode neuerdings ausrührt. Die auf diese Weise behandelte Butter läßt sich auf keine Weise von ganz frischer unterscheiden; die gewonnene Buttermilch eignet sich zwar nicht zum Genusse für Menschen, wohl aber für Thiere. Uebrigens wird am angeführten Orte neuerdings wieder darauf aufmerksam gemacht, daß das schnelle Ranzigwerden der Butter hauptsächlich davon herrührt, daß man den Rahm 8 und selbst 14 Tage aufbewahrt und sammelt, ehe man buttert; wo der Rahm dann nothwendig schon ranzig ist, bevor er noch in das Butterfaß gebracht wird. (Journal des connaissances usuelles. December 1835, S. 284.)