Text-Bild-Ansicht Band 59

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gelassen, wie man dieß in Fig. 7 bei A, A sieht. Ist das Muster jedoch ein sehr weites, so kann man anstatt dieser Verdikung auch Zapfen aus Messing oder einem anderen Metalle eintreiben, bis diese sich auf gleichem Niveau mit dem Muster befinden; oder man kann auch nur so viele Zapfen eintreiben, als das Muster von einem Ende der Walze zum anderen Reihen bildet, so daß sich die Zapfen und die Muster in einer und derselben Linie befinden, wie man dieß in Fig. 8 bei A, A ersieht. Der Umfang dieser diken Enden muß übrigens, er mag beim Abdrehen des Holzes der Walze, wie in Fig. 7 diker gelassen, oder wie in Fig. 8 durch metallene Zapfen diker gemacht worden seyn, jedenfalls genau eben so groß seyn, wie der äußerste Umfang des Musters auf der Walze; denn auf diesen dikeren Enden haben die Riemen zu laufen, womit der Walze und mithin dem Muster die gehörige Bewegung mitgetheilt wird. Wenn das Muster auf der Walze nach der gewöhnlichen Methode mit messingenen Stiften, mit Holz etc. angebracht worden ist, so glättet man deren Oberfläche durch Abdrehen derselben in einer Drehbank ab; zugleich wird aber auch jener Theil der Walze, über den die Riemen zu laufen haben, so abgedreht, daß sein Durchmesser genau mit jenem übereinstimmt, an welchem sich das Muster befindet. Die Walzen verlieren mit der Zeit an Genauigkeit, sie nüzen sich ab, sie troknen in der Wärme, der sie oft ausgesezt sind, ein; in Folge dieser Mangel, denen sich nicht wohl steuern läßt, werden sie bei der alten Methode bald unbrauchbar. Denn der älteren Betriebsweise der Maschine gemäß können die Walzen nur so lange benuzt werden, als deren Durchmesser genau jenem der Doke oder des Hauptrades gleichkommt; und wenn hierin ein Mal eine Abweichung eingetreten ist, so kann überdieß dieser nicht wohl mehr abgeholfen werden. Allen diesen Schwierigkeiten, so wie noch einigen anderen wird jedoch gesteuert und abgeholfen, wenn man die Walzen, auf denen sich das Muster befindet, durch Laufbänder in Bewegung sezt, die entweder zu beiden Seiten oder nur an dem einen Ende über den Umfang der Walzen laufen. Die Laufbänder können aus Leder oder irgend einem anderen entsprechenden Materiale bestehen; auch können sie von der Siebwalze, der Doke, oder dem Hauptführrade geführt werden. Meine Methode gewährt die Vortheile: daß man mit einer Walze von irgend einem Umfange und ohne Rüksicht auf den Umfang der Doke oder des Hauptführrades eine in jeder Hinsicht vollkommene Arbeit liefern kann; daß, wenn die erhaben gravirte Walze mit dem Muster einen Fehler bekommen, man sie in die Drehbank bringen und sowohl sie als die beiden Enden, über welche die Laufbänder laufen, so abdrehen kann, daß sie genau entsprechen; daß sich die verdorbenen Walzen,