Text-Bild-Ansicht Band 67

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y begegnen, diese zurük, und machen, daß die an ihrem oberen Theile angebrachten Zähne z in den Schnabel des Stükes a' einfallen, damit auf diese Weise die Versezung des Strähnchens erfolgt.

Hieraus ergibt sich: 1) daß, wenn der Haspel 3000 Umgänge vollbracht hat, die Räderwerke t, u, v, x die Latte w und mit dieser auch die Räder p und q emporsteigen machen, wie dieß in Fig. 4 durch punktirte Linien angedeutet ist; daß dann die Stange r, indem sie einen längeren Raum durchläuft, als zur Kreuzung des Fadens nöthig ist, die Bewegung an die Stange e fortpflanzt, welche den Führer der vollendeten Flotte auf die neu zu beginnende Flotte überträgt. 2) daß in dem Augenblike, in welchem die Flotte beendigt ist, ein an der Hemmung y befestigter Hebel b' den Hebel c' herabdrükt, und daß dieser, welcher in einen Bügel eingepaßt ist, indem er an der mit einem Schlagwerke in Verbindung stehenden Stange d' zieht, die Stange e' zurükweichen macht. Diese Stange befreit den Aushebhebel G, der, indem er herabfällt, das Sperrrad K von dem Rade J frei macht, womit die Umdrehung der Winde auf die oben angedeutete Weise aufgehoben ist.

LIV. Beschreibung eines mit Steinkohlen zu heizenden Gypsofens. Von Hrn. Scanegatty.

Aus dem Journal des connaissances usuelles. Junius 1837, S. 254.

Mit Abbildungen auf Tab. IV.

Die Zubereitung, welche man dem Gypse gibt, um ihn zum alltäglichen Gebrauche geeignet zu machen, besteht darin, daß man ihm 19 Procent Krystallisationswasser entzieht, und zwar durch das sogenannte Brennen. Gay-Lussac fand, daß dieses Brennen bei einer Temperatur von 150° vollbracht werden könne, und daß es daher keiner so bedeutenden Hize bedarf, wie man gewöhnlich glaubt. Payen, der die Gränzen, innerhalb welcher das Brennen vortheilhaft geschehen könne, zu bestimmen suchte, fand, daß das Brennen bei 80° des 100gradigen Thermometers Statt finden könne; daß aber der Gyps eine Veränderung erleide und seine Plasticität verliere, wenn man ihn weiter als zum Rothbraunglühen erhizt. In lezterem Falle wird er nämlich sandig und unfähig, die 19 Procent Wasser, die ihm zur Krystallisation fehlten, wieder zu absorbiren. Es ist demnach ein Leichtes, den Gyps bei gehöriger Temperatur zu brennen; denn man hat einen Spielraum von der