Text-Bild-Ansicht Band 68

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Wenn dieser Apparat seinem Zweke entspricht, so dürfte er nicht bloß in wissenschaftlicher Hinsicht zu wichtigen Resultaten führen, sondern mit seiner Hülfe könnten sich dann auch die Schiffseigenthümer leicht von der Führung ihrer Schiffe überzeugen. So wird jede Nachlässigkeit oder Ungeschiklichkeit der Heizer durch den dritten Zeichenstift; jede Nachlässigkeit in der Speisung oder im Ausblasen der Kessel durch den fünften und sechsten; die auf den Verdichtungsapparat verwendete Aufmerksamkeit hingegen durch den ersten Zeichenstift angedeutet werden. Im Falle die Thätigkeit der Maschine zum Behufe einer Adjustirung oder aus irgend einem anderen Grunde unterbrochen werden mußte, wird man auch von dieser Unterbrechung und deren Dauer Kenntniß bekommen. Durch eine Verbindung sämmtlicher Indicatoren mit einem Uhrwerke kann man sogar genau die Stunde oder Minute, während der dieß oder jenes vorging, aufgezeichnet erhalten.48)

LXX. Ueber die von W. J. Curtis in London erbauten Wagen für die Boston-Providence-Eisenbahn in den Vereinigten Staaten.

Aus dem Civil Engineer and Architects Journal. Febr. 1838, S. 105.

Mit Abbildungen auf Tab. VI.

Der in der beigegebenen Zeichnung abgebildete Wagen ward im Jahre 1836 als Muster für die oben genannte Eisenbahn gebaut, und zwar nach demselben Principe, nach welchem ich die Wagen für

48)

Wir bemerken hiezu, daß Hr. Henwood in einer Sizung der Institution of Civil Engineers eine Abhandlung über einige Versuche vortrug, die an den Pumpen in Cornwallis zur Ermittelung der Quantität des verbrauchten Dampfes, seiner Vertheilung bei dem Hube, der vollbrachten Leistung und der für einen bestimmten Kostenaufwand erzielten Arbeit angestellt wurden. Man bediente sich nämlich auch hiebei eines sogenannten Indicators. Dieser bestand jedoch nur aus einem gegen 11 Zoll langen, an beiden Enden offenen Cylinder von l,6 Zoll im Durchmesser, in den ganz genau ein Kolben einpaßte. An diesem Kolben war eine mit dem oberen Ende des Cylinders verbundene stählerne Spiralfeder angebracht, die den Kolben in der Mitte des Cylinders zu erhalten strebte. An dem oberen Ende der Kolbenstange befand sich eine Dille zur Aufnahme eines Zeichenstiftes; an dem unterm Ende des Cylinders hingegen war ein allmählich dünner zulaufender Hahn befestigt, der in die Schmierlöcher der arbeitenden Cylinder einpaßte. Oben an dem Cylinder des Indicators war ein 18 Zoll langer hölzerner Rahmen befestigt, in welchem sich in horizontaler Richtung eine Tafel hin und her schob, die zu diesem Zweke mit der Halbmesserstange des Parallelogrammes in Verbindung stand. Auf dieser Tafel ward ein Papier befestigt, auf dem der erwähnte Zeichenstift gerade Linien oder Curven verzeichnete, je nachdem sich der Kolben und der Schieber zu verschiedenen Zeiten oder gleichzeitig bewegten. Die Curven gaben genaue Andeutungen über die Leistung der Maschinen, worüber hienach von Hrn. Henwood ausführliche Tabellen vorgelegt wurden.

A. d. R.