Text-Bild-Ansicht Band 68

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zusammengesezte Hebel gibt auf diese Weise der gewöhnlichen Zahnstange, welche die mittlere Wagenreihe in Bewegung sezt, eine bestimmte und gleichförmige Bewegung; in jenen Zeitperioden aber, wo die vordere oder hintere Wagenreihe oder beide zugleich in Ruhestand kommen sollen, bewegt sich der Verbindungszapfen längs des im Bogen laufenden Fensters, so daß die Hülfszahnstange zum Stillstehen kommt oder wenigstens eine beschränkte Bewegung mitgetheilt erhält, obschon die andere Zahnstange ihre Bewegung wie gewöhnlich fortsezt. Die äußeren Spulenwagen laufen also bei dieser Einrichtung nicht weiter aus den Kämmen aus als nöthig ist, sondern kommen an den Enden der Kämme allmählich zum Stillstehen, während die mittleren Wagenreihen ihre Bewegung fortsezen; und die hinteren sowohl als vorderen Spulenreihen machen kurze Pausen, bis die anderen Spulen mit ihnen in Berührung kommen, wo sie dann sämmtlich zurükkehren und ihr gewöhnliches Geschäft vollbringen. (London Journal of arts. Jan. 1838.)

Sicherheitsschächte für Banken und Wechselhäuser.

Das Morning Chronicle erzählt, daß man in einem der ersten Wechselhäuser Londons, dessen Gebäude nach dem edelsten Style aufgeführt worden ist, einen großen, viele Fuß tief unter die Erde hinabreichenden, durch Cement wasserdicht gemachten Schacht oder Brunnen gegraben habe. Dieser Schacht, dessen Gemäuer bis in das Cassazimmer hinauf reicht, ist den Tag über mit einer Fallthüre bedekt. Nach Schluß der Geschäfte werden aber die Cassabücher, die Papiere, die Wechsel, die Verschreibungen, die Baarschaften etc. in geeigneten Kisten und Cassen versperrt in Gegenwart sämmtlicher verantwortlicher Personen mittelst einer eigenen sehr sinnreichen Maschinerie 40 Fuß tief in den Schacht versenkt, und über diesem die Fallthüre versperrt. Des Morgens geschieht in Gegenwart derselben Personen die Eröffnung der Fallthüre und die Zutageförderung der versenkten Effecten.

Einiges über Lampen für Leuchtthürme.

Hr. Capitän Smith F. R. S. etc. legte der Institution of Civil Engineers eine Abhandlung über die Beleuchtungsmethoden der Leuchtthürme vor, in der er die Mängel, welche man den stehenden und den im Kreise umlaufenden Lichtern zum Vorwurfe machen kann, aus einander sezte. An dem stehenden Lichte steht der erzielte Effect genau mit den angewendeten Mitteln im Verhältnisse, und da keiner der Reflectoren landeinwärts gekehrt ist, so geht auch nichts von dem Lichte verloren. An den umlaufenden Lichtern dagegen wird ein Theil des Lichtes unnüz verbraucht. Da man jedoch eines wandernden Lichtes bedarf, um an stark bevölkerten Küsten das Licht des Leuchtthurmes von anderen Lichtern zu unterscheiden, so räth Hr. Smith das Licht, nachdem es einen Theil des Kreises durchlaufen, anzuhalten, und es hierauf wieder zurük laufen zu lassen. Er hat auch zur Erzielung dieser Wechselbewegung eine eigene Vorrichtung angegeben.- Hr. Horne lenkte die Aufmerksamkeit der Gesellschaft auf eine Lampe, die er besonders für Leuchtthürme und andere Fälle, in denen man eines sehr intensiven Lichtes bedarf, geeignet hält. Die gewöhnlichen Brenner haben einen Zoll im Durchmesser; ihm gelang es aber mit einem halbzölligen Brenner ein vollkommen helles weißes Licht zu erzeugen. Der Glanz dieses Lichtes ist durch die vollkommene Verbrennung bedingt, welche daraus erwächst, daß den äußeren Oeffnungen ein eben so großer Flächenraum gegeben ist, wie den inneren. Die Luft gelangt direct an den Brenner; der Zug ist vollkommen gleichmäßig, und dessen Stärke läßt sich durch die Höhe, auf welche der Brenner über dem Boden des Glases oder Rauchfanges gestellt wird, reguliren. Da auf diese Weise an beiden Seiten des Dochtes ein gleich starker Luftzug entsteht, so kommt eine flache, ruhige Flamme von zwei Zoll Höhe zum Vorschein, wobei der Zug die Berührung des Randes des Brenners durch die Flamme hindert, so daß dieser Rand beständig rein bleibt. (Civil Engineer and Architects Journal, Februar 1838.)