Text-Bild-Ansicht Band 71

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K. Brunel, von Hungerford Market aus nach Lambeth hinüber für Fußgänger errichtet werden soll.

Fuß. Zoll.
Länge der Brüke zwischen den beiden Landpfeilern 1400
Breite des Fußweges 14
Spannung der mittleren Oeffnung, von einem Pfeilermittelpunkte
zum anderen
600
Sinus Versus derselben 50
Breite der beiden Wasserpfeiler, jeder 19
Spannung der seitlichen Oeffnung von der Pfeilermitte bis zum
Widerlager
400
Höhe des Weges über dem höchsten Wasserstande 29 3
Höhe der Aufhängepfeiler über dem Fußwege 62 9
Ganze Kettenlänge von den Verankerungspunkten an 1600
Mittlere Länge der Kettenglieder von Mittelpunkt zu Mittelpunkt 24 bis 25
Höhe von dem höchsten Wasser bis zum Lagerpunkte der Ketten
auf den Pfeilern
82
Radius der Curve beinahe dem Kettenradius entsprechend 925
Differenz im Niveau zwischen den beiden Tragestellen 53
Länge der Kettenbindung auf der Nordseite 70
Länge der Kettenbindung auf der Südseite 105
Steigung des Weges von den Widerlagern gegen die Mitte hin 8 6
Summe der Kettenglieder . . . . . . . . . . . 1680
500 15/16
500 17/16
Zoll dik
– –
für den unteren Theil.
340 1
350 18/16
– –
– –
für die Enden.

Sämmtliche Glieder haben eine Probe von 10 Tonnen auszuhalten. Die Aufhängestangen sollen 1 5/8 Zoll im Durchmesser bekommen. Der Contract lautet auf die Summe von 85,000 Pfd. St.

Indische Schleifsteine.

Die Unglüksfälle, schreibt Hr. Samuel Parlby, welche sich von Zeit zu Zeit durch das Zerspringen großer, rasch umlaufender Schleifsteine ereignen, veranlassen mich dringend auf das im Hindostan statt denselben gebräuchliche Ersazmittel, bei dessen Anwendung jede Gefahr unmöglich ist, aufmerksam zu machen. Die hindostanische Schleifmasse besteht nämlich aus Schelllak, welcher in der Wärme mit Corundpulver von verschiedener Feinheit verkörpert wird. Es versteht sich von selbst, daß man zu demselben Zweke auch Schmirgel oder irgend eine andere schleifende Substanz, wie z.B. Glas-, Kieselpulver oder auch das Pulver zerbrochener Schleifsteine verwenden kann. Rotirende Schleifapparate dieser Art kann man sich verschaffen, indem man eine aus Eisenblech gearbeitete Trommel in der Dike von einem halben Zoll mit der Schleifmasse überzieht. Scheibenartige Schleifsteine lassen sich auf gleiche Weise mit Scheiben aus Eisenblech oder Gußeisen erzielen; und ebenso kann man auch noch Schleifsteine von verschiedenen anderen Formen verfertigen. Ein in die Nähe der Oberfläche gebrachtes rothglühendes Eisen erweicht die Masse so weit, daß man sie beliebig abnehmen und erneuern kann. Wasser hat natürlich keine Wirkung darauf. Ich bemerke bei dieser Gelegenheit, daß man sich mit Leichtigkeit Polirbürsten von verschiedener Form und Größe verfertigen kann, indem man die dazu bestimmten Rahmen einen halben Zoll hoch mit Schelllak überzieht und dann die Borsten etc. in Löcher einstekt, welche mit feinen heißen Drähten in die Masse gestochen worden sind. (Aus dem Civil Eng. and Archit. Journal. Nov. 1838, S. 378.)

Künstliches Troknen von Bauholz.

Die HHrn. Holmes, Baumeister in Liverpool, berichten, daß sie durch das künstliche Troknen des zum Legen von Böden und anderen Zweken bestimmten Holzes in Stand gesezt sind, ihr Geschäft schwunghafter zu treiben, indem sie