Text-Bild-Ansicht Band 72

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Um auf unterschlächtigen Mühlen in Metz
zu mahlen, nach Poncelet's ausführlichen
Versuchen



Kraft d. Wassergefälles



172,200
49. Getreide zu mahlen, nach Eytelwein's
Berechnung wie oben sub 47

Bruttokraft

229,500
50. Um auf horizontalen Rädern (à rodet) in
Metz Mehl zu mahlen, nach Poncelet's
ausführlichen Versuchen


Kraft d. Wassergefälles


303,600

(Verhandl. des preuß. Gew.-V. 1838, S. 181–190.)

Die Rübenzuker-Production in Frankreich.

Nach einer Broschüre, welche Hr. Fournier, ein Abgeordneter des Marseiller Handelsstandes, kürzlich herausgegeben hat, hielt sich die Rohzuker-Production der französischen Colonien seit zehn Jahren regelmäßig zwischen 75 und 85 Millionen Kilogr. Die Production der Rübendepartements steigt aber immer mehr; 1828 betrug sie 4 Millionen Kilogr., 1831 stieg sie auf 10 Mill.; 1833 betrug sie 20 und 1838 38 Mill. Jezt beträgt sie 60 Mill. Das neue, auf das Verfahren der Austroknung gegründete System, dessen Erfolg immer wahrscheinlicher wird, wodurch etwa die Hälfte des gegenwärtigen Durchschnittsertrags hinzukommen dürfte, wird die der gegenwärtig mit Rüben bepflanzten Oberfläche entsprechende Zukerquantität auf 90 Mill. erhöhen. Unter 370 Rübenzuker-Fabriken besizt deren das Norddepartement 270, das Depart. Pas de Calais 140, das Depart. Somme 31, das Depart. Aisne 44; in dem einzigen Norddepartement liefern die zwei Bezirke von Valenciennes und Lille die drei Viertheile der Production des Departements, und mehr als die Hälfte der Production des Königreichs. (Journal des Débats.)

Dr. Ure's Recept zur Bereitung einer schwarzen Tinte.

Dr. Ure gibt in seinem Dictionary of arts and manufactures folgendes Recept zur Bereitung einer guten Tinte. „Man nehme auf 120 Pfund Wasser 12 Pfd. Galläpfel, 5 Pfd. grünen Eisenvitriol und 5 Pfd. Senegalgummi. Die zerstoßenen Galläpfel koche man in einem cylindrischen Kessel beiläufig 3 Stunden lang mit 3/4 der angegebenen Wassermenge, wobei immer wieder so viel Wasser nachzugießen ist, als durch die Verdampfung verloren geht. Diesen Absud gieße man in ein Gefäß, aus welchem man, nachdem sich die Galläpfel abgesezt, die klare Flüssigkeit abgießt. Einige empfehlen einen Zusaz von etwas Ochsenblut oder Eiweiß, um einen Theil des Tannins oder Gerbestoffes wegzuschaffen; allein hiedurch wird die Menge des Productes beeinträchtigt, und selten wird daher ein Fabrikant dieses Verfahren einschlagen. Dem klaren Absude wird der in einer geringen Menge heißen Wassers aufgelöste und durch ein Filter geseihte Gummi zugesezt; und ebenso muß auch der Eisenvitriol eigens aufgelöst werden, bevor man ihn der Mischung der beiden ersten Ingredienzien beimengt. Die auf diese Weise bereitete Tinte ist anfangs blaß und wird erst nach und nach an der Luft durch höhere Oxydation des Eisens schwarz; sie gibt aber in blassem Zustande angewendet eine dauerhaftere Schrift, weil ihre Theile in diesem Zustande feiner sind, das Papier besser durchdringen und mithin nicht ausradirt werden können. Hat die nach obiger Vorschrift bereitete Tinte eine mäßig dunkle Farbe erlangt, so soll man sie klar in Flaschen abziehen und gut verkorken. Einige Fabrikanten lassen sie, bevor sie sie verkorken, etwas Weniges in den Gefäßen schimmelig werden, in der Meinung, daß sie dann in den Flaschen nicht so leicht schimmelt; einige gestoßene Gewürznelken