Text-Bild-Ansicht Band 72

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das Schiff zu gerichtete Seite des Rades. Excentrisch gegen die Hauptwelle a ist an der Seitenwand des Schiffes mittelst Bolzen oder auf andere sichere Weise die größere Welle b befestigt, die zur Controlirung oder Bestimmung der Winkel dient, unter denen die Schaufeln in das Wasser ein- und wieder aus demselben austreten. An dieser excentrischen Welle b bewegt sich ein kreisrunder Ring, der durch die Krummzapfen d, d, d mit dem Hauptrade in Verbindung steht. Man könnte diese Krummzapfen auch Parallelstangen nennen, da stets ein Parallelismus zwischen ihnen besteht, indem sich die Spindel an dem einen Ende einer jeden Stange in dem kreisrunden Rahmen e des Hauptrades, die Spindel an dem anderen Stangenende dagegen in dem Ringe c bewegt. Die Folge hievon ist, daß durch die Umdrehung des Hauptrades der Ring c veranlaßt wird, sich um die excentrische Welle b herum zu bewegen, und zwar zugleich mit den verschiedenen, an die Schaufeln führenden Stangen.

Ich muß bemerken, daß bis hieher an der Verbindung der Theile nichts Neues ist, indem schon vor mehreren Jahren von einem Hrn. Buchanan eine ähnliche Anordnung beschrieben worden. An diesem Rade waren jedoch die Schaufeln an den Spindeln der Krummzapfen d, die sich an dem Excentricum, welches hier durch den beschriebenen Ring c repräsentirt wird, bewegten, angebracht. Die Folge davon war, daß die Schaufeln stets und zu allen Zeiten parallel gegen einander gestellt waren. Meiner Erfindung gemäß sollen aber die Schaufeln nicht so, wie es früher der Fall gewesen, an den Spindeln der Krummzapfen d, sondern an Spindeln angebracht werden, die von den Seitengestellen des Hauptrades getragen werden, und denen in entsprechenden Zapfenlagern Bewegung gestattet ist. g, g, g ist eine Reihe von Verbindungsstangen, welche durch Zapfengelenke mit dem Ringe c in Verbindung stehen, während sie an ihren anderen Enden mit Armen verbunden sind, die, wie die Zeichnung andeutet, an den Spindeln oder Wellen f' der Schaufeln festgemacht sind. Hiedurch bin ich in Stand gesezt, Räder anzufertigen, deren Schaufeln unter jedem für geeignet befundenen Winkel in das Wasser ein- und auch wieder aus demselben austreten, was an dem Buchanan'schen Ruderrade unmöglich ist.

Wie man sieht, sind die Schaufeln an jedem der Räder um ein Bedeutendes über ihren respectiven Spindeln und viel weniger tief angebracht. Hiedurch wird bezwekt, daß, da der obere Theil der Oberfläche einer jeden Schaufel durch einen kleineren Umfang zu gehen hat, je nachdem der gewählte Punkt der Oberfläche dem Mittelpunkte der Bewegung des Hauptrades näher steht oder weiter davon entfernt ist, der Druk des Wassers auf die Schaufeln größer