Text-Bild-Ansicht Band 72

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15. Gut gereinigter, mehrere Male durch die Puzmühle gelaufener Weizen von Saumur, der nur wenig Brand enthielt, wurde nach Nr. 2 behandelt und auf 4 Hectaren ausgebaut.

16. Gleicher Weizen nach der Landessitte oder Nr. 6 behandelt, wurde auf 6 Hectaren ausgebaut. (Diese beiden im Großen vorgenommenen Versuche gaben kein so genügendes Resultat, wie die kleineren Versuche unter Nr. 2 und 6; denn bei der Ernte fand sich allerdings weniger Brand vor, als in dem Saatweizen enthalten gewesen, aber doch immer eine größere Menge als nach den im Kleinen gemachten Versuchen zu erwarten war. Hr. Bourgeois glaubt hienach nicht, daß es schon in einem Jahre gelingt, stark angestekten Weizen gänzlich vom Brande zu reinigen. Jedenfalls läßt sich aber die Menge des Brandes durch sorgfältige Behandlung des Saatweizens bedeutend vermindern. Sezt man diese Behandlung durch 2 oder 3 Jahre fort, und braucht man noch dazu die Vorsicht, den Weizen mit reichlichem Wasser zu waschen und gut abzuschäumen, so gelingt die gänzliche Beseitigung des Brandes ohne Zweifel.)

XX. Ueber eine neue Methode Thiere zu schlachten. Von Hrn. Carson, Med. Doct.

Aus dem Mechanics' Magazine No. 806 und 807.

Die von mir empfohlene Schlachtmethode beruht auf Beseitigung der Hindernisse, welche die Natur der Elasticität der Lungen entgegengesezt hat, und von deren Vorhandenseyn das Leben großen Theils abhängt. Durch Beseitigung dieser Hindernisse wird nämlich den Lungen gestattet, auf ihre natürlichen Dimensionen zurükzukehren, d.h. einzusinken oder zusammenzufallen während das Thier noch beim Leben ist. Die Art und Weise, wie diese Hindernisse, welche, wie gesagt, an allen Thieren mit elastischen Lungen eine Hauptbedingung zum Leben bilden, auf das humanste und schnell weggeschafft werden können, waren bei mir der Gegenstand lange fortgesezten Forschens und mannigfacher Versuche. Ich war so glüklich, zu einem vollkommen entsprechenden Resultate zu gelangen.

Die Folge meiner Schlachtmethode ist, daß die lymph- und milchartigen Flüssigkeiten und überhaupt alle feineren Säfte des Körpers an denselben Orten verbleiben, an denen sie sich zu Lebzeiten des Thieres befanden, während sie sich bei den gewöhnlichen Schlachtmethoden in den großen Gefäßen ansammeln und in Masse aus dem