Text-Bild-Ansicht Band 73

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XXIV. Ueber eine neue hydraulische Waage. Von Hrn. CapitänI. Ericsson.

Aus den Transactions of the Society of arts im Mechanics' Magazine, No. 820.

Mit Abbildungen auf Tab. II.

Das Modell des zum Wägen bestimmten Instrumentes, welches ich hiemit der Gesellschaft vorlege, ward schon vor mehr denn einem Jahre von mir verfertigt. Ich habe dasselbe bei verschiedenen Temperaturen probirt, und bei diesen Versuchen stets gleiche Resultate erhalten. Ich finde mich um so mehr zu dessen Vorlage veranlaßt, als es sich, wie mir scheint, ganz besonders für Doks und Magazine, sowie auch für den Gebrauch der Fuhrleute eignet.

Die Hauptaufgabe, welche ich mir bei der Anfertigung meines Instrumentes sezte, war bei dem gewöhnlichen Abwägen, bei dem die Unzen nicht gezählt werden, die Gewichte entbehrlich zu machen. Seine Haupteigenschaften sind folgende:

1) es ist keiner Reibung ausgesezt, weßhalb seine Angabe unter Zunahme der Gewichte nicht an Genauigkeit einbüßen.

2) seine Theile haben eine beinahe unbemerkbare Bewegung, und sind daher der Abnuzung nur in sehr geringem Grade ausgesezt.

3) das Gewicht kann im Momente, wo der zu wägende Gegenstand aufgehängt wird, abgelesen werden.

4) wenn man das Instrument an den gewöhnlichen Hebezeugen aufhängt, so läßt sich das Gewicht der Waaren etc. schon beim Auf- oder Abladen mit Genauigkeit bestimmen.

Fig. 38 zeigt einen Durchschnitt des Modelles meiner Vorrichtung. A ist eine seichte umgekehrte Büchse aus Gußeisen, welche mit einem hohlen Schafte a ausgestattet ist. In diesen lezteren ist eine mit Gyps gefütterte Glasröhre B eingesezt. An dieser Büchse A ist mit Zwischenlegung eines Stükes Kautschukzeuges, welches einen wasserdichten Verschluß zu bilden hat, eine gußeiserne Platte C, in der sich ein weiter Ausschnitt befindet, festgemacht. E ist eine kleine, in der Büchse A enthaltene Quantität Queksilber, welche auf dem Kautschukzeuge D aufruht. Dieser Zeug wird von einer Platte oder einem Kolben F getragen, und dieser ist selbst wieder mittelst einer Schraube an dem unteren Querbalken G befestigt, welcher an den beiden Stangen H, H und dem Drehbolzen H, der bei h zum Theil in den Schaft a, a so eingesezt ist, daß er sich darin schieben kann, aufgehängt ist. I ist ein Bügel, welcher, ohne den Querbalken G zu berühren, an der unteren Seite der Platte C festgemacht ist, und in