Text-Bild-Ansicht Band 73

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in die Nabe, der andere hingegen in einen Kranz eingesezt ist, welcher um sämmtliche Flügel herum läuft. Zur Regulirung der Stellung dieser Flügel nach dem Grade des Windes und nach der Kraft, die man braucht, soll in der hohlen Welle ein Schieberapparat, welcher durch Kurbeln mit den Flügeln in Verbindung steht, angebracht seyn. Den außen um die Flügel herum gelegten Kranz, welcher einen Kreis oder ein Polygon bilden kann, hält der Patentträger für einen wesentlichen Theil seiner Bildung, (London Journal. April 1839, S. 397.)

Cheetham's Methode an den Oefen der Dampfmaschinen sowohl als an anderen Feuerstellen den Rauch zu verzehren.

Unterm 14. Aug. 1838 erhielt Hr. David Cheetham, Spinner von Staleybridge in der Grafschaft Cheshire, ein Patent auf eine Methode, wonach beim Heizen der Dampfmaschinen sowohl als anderer Feuerstellen der Rauch verzehrt und mithin an Brennmaterial erspart werden soll. Dieser Methode gemäß soll nun 1) der Rauch und die übrigen gasförmigen Producte der Verbrennung an irgend einem an die Feuerstelle gränzenden Orte mit atmosphärischer Luft vermengt, und dann abermals durch und über das Feuer geleitet werden, damit auf diese Weise eine vollkommene Verbrennung Statt finde, bevor die Ueberreste in den Schornstein entweichen, und damit folglich das Brennmaterial seinen vollen Nuzeffect geben kann. Die Art und Weise, auf welche dieser Zwek erreicht wird, kann nach den Umständen, unter denen sich die Feuerstelle befindet, eine verschiedene seyn, am besten läßt sich die Sache jedoch, wie der Patentträger meint, mittelst rotirender Windfänge oder auch durch Gebläse, die durch irgend eine Kraft in Bewegung gesezt werden, bewerkstelligen. Es versteht sich hiebei von selbst, daß die Oeffnungen, durch welche die Luft Zutritt erhalten soll, eine Regulirung zulassen müssen. 2) sollen aber auch der Rauch und die übrigen Producte der Verbrennung mittelst des rotirenden Windfanges oder eines Gebläses durch Wasser getrieben werden, um sie dadurch zu reinigen, und alle durch sie emporgerissenen unverbrannten Theile des Brennmateriales zum Behufe weiterer Benuzung niederzuschlagen. Zeichnungen sind der Beschreibung nicht beigegeben, (London Journal. April 1839, S. 8)

Rodda's Patent-Rauchverzehrungsmethode.

Unter den vielen Methoden, schreibt das Mechanics' Magazine, welche in den lezten Jahren zum Behufe der Verzehrung des Rauches in Vorschlag gebracht wurden, dürfte keine seyn, die an Einfachheit, und so weit bisher die Erfahrung reicht, auch an Wirksamkeit mit jener wetteifern könnte, auf welche dem Hrn. Rodda in jüngster Zeit ein Patent ertheilt wurde. Dieser gemäß soll nämlich ein Theil des Rükens des Ofens durch eine aus feuerfesten Baksteinen aufgeführte Scheidewand so abgetheilt werden, daß, wenn die Steinkohle in dem vorderen Theile des Ofens verkohkst wurde, sie in die hintere Abtheilung gelangt, und daß der Rauch und die Dämpfe, die sich aus der ersten Abtheilung entwikeln, bei dem Uebergange über die glühenden Kohks in der zweiten oder Hinteren Abtheilung verbrannt werden. Jeder ältere Ofen kann mit Leichtigkeit und geringem Kostenaufwande der neuen Methode gemäß eingerichtet werden.

Féburet's Regulator für Hohofengebläse.

Schon seit langer Zeit, schreibt Hr. Féburet, Hüttenmeister in Auxonne, in einem Briefe an die France industrielle, sind die besten praktischen Metallurgen darüber einig, daß die Wasserregulatoren für die Gebläse der Hohöfen und Frischfeuer die besten wären, wenn sich die Gebläsluft durch die Berührung, in welche sie mit dem Wasser kommt, nicht mit Feuchtigkeit sättigen würde. Wie nachtheilig dieß ist und daß die Wasserdämpfe den Gang eines Hohofens bedeutend beeinträchtigen, ja sogar den Ofen zum Verlöschen bringen können, davon überzeugte man sich an dem Hohofen in Dole im Juradepartement. Ich hatte Gelegenheit, sagt Hr. Féburet, die Wirkung des Reibungsregulators mit jener des Wasserregulators zu vergleichen. Ersterer hat den Vorzug, daß die Gebläsluft troken bleibt; dagegen liefert er sie aber stoßweise und nie regelmäßig. Abgesehen