Text-Bild-Ansicht Band 73

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Erhizung des Kessels mitzuwirken aufhörte, noch eine Temperatur von beiläufig 400º hatte, so wird sich ergeben, daß jeder Kubikmeter der zur Unterhaltung der Verbrennung verwendeten Luft ungefähr 156 Wärmeeinheiten, welche für die Dampferzeugung verloren gingen, mit sich fortriß, wobei der durch die Kesselböden und Ofenwände bedingte Verlust an Wärme mit in Anschlag gebracht ist. Hieraus folgert sich, daß zur Verbrennung von 1 Kilogr. Kohks 15 Meter Luft verwendet werden. Ein directer Versuch ergab uns ungefähr 13 Kubikmeter; 15 Meter sind das für die vortheilhaftesten Heizstellen angenommene Minimum. Uebrigens versteht sich von selbst, daß man bei einem schlechten Zustande des Rostes und der Siederöhren nicht auf dieselben Resultate zählen kann.

Die Anwendung stehender Siederöhren ist vielleicht nichts ganz Neues; allein die Länge, die ihnen Hr. Beslay im Verhältnisse zum Kessel gibt, die Adjustirung ihrer kupfernen Böden, die Art der Zuführung des Wassers, seiner Circulirung und der Ableitung des Dampfes, die Einrichtung des Ofens, die Leichtigkeit, womit der Apparat aus einander genommen und wieder zusammengesezt werden kann, Alles dieß zusammen macht den Apparat zu einem eigenthümlichen und neuen, dessen Vorzüge hergestellt sind.

LII. Ueber einen verbesserten Apparat zur Speisung der Oefen der Dampfkessel etc. Von Hrn. John Oldham.

Aus dem London Journal of arts. Jun. 1839, S. 197.

Mit Abbildungen auf Tab. IV.

Ich übergebe hiemit eine Beschreibung meines verbesserten Ofens für Dampfkessel u. dergl. Da ich mich desselben an der Bank von Irland seit dem Jahre 1821 unausgesezt bediente, so kann ich ihn mit allem Rechte Jedermann empfehlen.

An den in Fig. 29 und 30 beigegebenen Zeichnungen ist a der Kessel; b sind die Feuerzüge; c das Flammenbett; d der eigentliche Ofen; e, e, e die sich schwingenden Roststangen; f die Rükenplatte, welche hier als Speisungsvorrichtung dient; g der Trichter, in den die zerschlagene Steinkohle gebracht wird, und dessen Schlund sich bei h befindet; j, j die Kohlenvertheiler; k eine am Grunde des Trichters befestigte Platte; l eine bewegliche Platte, welche die Steinkohlen durch die zwischen dem Boden des Trichters und dessen Schlund befindliche Oeffnung treibt, damit sie in den Speisungstrog fallen; m eine kleine horizontale Welle, welche von der Dampfmaschine 5