Text-Bild-Ansicht Band 73

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48 fl. Ein für die Drehebank einzurichtender Apparat kommt auf 16–18 fl.

LVI. Ueber die Ersezung der an den Spindelbänken gebräuchlichen Treibschnüre durch Getriebe. Von Hrn. Eugène Saladin.

Aus dem Bulletin de la Société industrielle de Mulhausen, No. 57.

Mit Abbildungen auf Tab. IV.

Es bestehen an den sogenannten Spindelbänken (bancs à broches) mit Treibschnüren einige Unvollkommenheiten, deren Wichtigkeit man noch nicht ganz gewürdigt zu haben scheint. Ich begreife hierunter namentlich das Aufwinden des Wiklers oder Dochtes (mècke) auf die Spulen, welches durch das Emporsteigen und Herabsinken des Wagens wandelbar gemacht ist. Wenn nämlich das Aufwinden für den Moment, in welchem der Wagen in Bewegung zu kommen beginnt, ohne Zug regulirt ist, so werden die Spulen, wenn der Wagen am Ende seines Laufes angelangt ist, und je nachdem der Wagen nach der einen oder anderen Richtung gelaufen ist, bei jedem Kommen und Gehen des Wagens eine der Spulenlänge gleichkommende Dochtlänge mehr oder weniger aufwinden, als von den Cylindern geliefert wurde. Da die erste auf die Spulen gelegte Dochtreihe eine geringere Länge hat als die lezte, so wird dieser Zug beim Beginnen des Auswindens eine ganz andere Wirkung haben, als gegen das Ende desselben.

In Fig. 3 sieht man einen Querdurchschnitt, an welchem zwischen der Hauptwelle und den Spulen die Transmission durch Treibschnüre Statt findet. a ist die Hauptwelle; b, c Rollen, die an dem Wagen fixirt sind; e der Wagen; d eine an dem Längenbalken des Wagens fixirte Rolle. Nimmt man nun die Rolle a für einen Augenblik als unwandelbar fixirt an, so wird man finden, daß, wenn man den Wagen e die ganze, für eine Spulenlänge erforderliche Streke e, e durchlaufen läßt, die Rolle b eine dem Laufe des Wagens gleichkommende Schnurlänge absorbiren, die Rolle c hingegen eine solche Schnurlänge abgeben wird.

Der hiedurch nachgewiesene Uebelstand besteht dagegen nicht an den Bänken mit Getrieben und mit Transmission durch Ziehstangen (transmission à bielles), deren Beschreibung sogleich folgen soll. In Fig. 4 ist nämlich a ein an einer Welle (arbre de commande) aufgezogenes Zahnrad; b ein in dieses eingreifendes Zwischenrad, welches