Text-Bild-Ansicht Band 73

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Unterlage der Gebläse; R ein Windrohr, welches die Luft in die Windlade R leitet.

a eine hölzerne Platte, welche auf den Schwanz der Taste F drükt, und an der ein Messingdraht (pilote) a' festgemacht ist. Hiedurch wird das Gegenklavier b, welches mittelst des Ventiles b' der Luft den Eingang in die Pfeifen eröffnet oder versperrt, in Thätigkeit gebracht. c eine Zangenfeder, welche gegen das Ventil b' drükt. d das Ventil des monotonen Gebläses, gegen das gleichfalls eine Feder drükt. e ein mit einem kleinen messingenen Knopfe ausgestatteter Schwunghebel, womit man das Register e' öffnet, wenn man das monotone Gebläse wirken lassen will. f ein hölzerner Kern, womit die Pfeifen gedekt sind; g das Orgelpfeifenröhrchen; h eine Schraube, die mit einem Schlüssel gehandhabt wird, wenn man das Orgelpfeifenröhrchen auf der Zunge verschieben will, und welche die Stimmung erleichtert; i ein Bügel, welcher auf die Krüke drükt, und der zur Erhaltung der Stimmung beiträgt; k ein Ventil für den Ausdruk (expression).

Von diesen verbesserten Orgeln, welche Hr. Müller orgues expressives nennt, kostet eine zu vier und zu sechs Octaven 1000 bis 2500 Fr.

LXII. Verbesserung an den Lampen, worauf sich George Alexander Miller, Wachskerzenfabrikant von Piccadilly, in der Grafschaft Middlesex, am 6. Febr. 1834 ein Patent ertheilen ließ.

Aus dem London Journal of arts. Jun. 1839, S. 166.

Mit einer Abbildung aus Tab. IV.

Die ganze Erfindung des Patentträgers beschränkt sich auf eine Vorrichtung, welche an den Argand'schen Lampen den sogenannten Dochthälter ersezen soll, und welche er den Dochtträger nennt. Man sieht einen nach dem neuen Systeme eingerichteten Argand'schen Brenner in Fig. 10* in horizontaler Ansicht und in Fig. 11 in seitlichem Aufrisse. Wie man hieraus sieht, besteht der Brenner aus einer Anzahl Röhren a, a, a, von denen jede ihren eigenen Docht hat. Der Zapfen b greift wie an den gewöhnlichen Argand'schen Lampen in eine spiralförmig laufende Fuge, und dient, wie an den gewöhnlichen Lampen, zum Höher- und Tieferstellen der Dochte. Der Patentträger behauptet, daß bei dieser Einrichtung die Verbrennung vollkommener