Text-Bild-Ansicht Band 78

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Verbindung bringen; dieß geschieht mit Hülfe zweier bleierner Röhren, von welchen die eine einerseits an den Hahn q des Sättigungscylinders, andererseits an den Hahn v des Füllungsapparates befestigt ist. Die zweite Röhre sizt auf der einen Seite an dem Hahne s, auf der anderen Seite an dem Hahne w fest. Soll die Maschine in Thätigkeit kommen, so wird die Flasche mittelst eines durch den Fuß des Arbeiters in Bewegung gesezten Hebels gehoben, worauf ihre Mündung gegen ein Polster von Kautschuk oder Leder gepreßt wird. Der Korkstöpsel wird durch die Oeffnung x gestekt und mit dem Hebel y hinabgeschoben; hierauf öffnet man den Hahn w, um im Innern der Flasche denselben Druk wie in dem Cylinder herzustellen; darauf den Hahn v, um die Flüssigkeit in die Flasche laufen zu lassen. In dem Maaße, als sich diese füllt, steigt die Luft aufwärts, tritt durch die Hähne w und s und nimmt den oberen Theil des Cylinders ein. Ist die Flasche voll, so wird der Stöpsel mit Hülfe des Hebels y hineingetrieben, wobei er durch die kupferne Röhre in den Hals der Flasche gelangt, welche somit zugleich gefüllt und verkorkt wird. Nach beendigter Operation wird der Korkstöpsel durch einen kreuzweise über denselben gewundenen Draht verwahrt.

Fig. 70, 70*, 71 und 72 zeigt die Gefäße, in welche alle Arten gashaltender Flüssigkeiten gefüllt und aus welchen sie nach Belieben abgelassen werden können. Um gashaltende Flüssigkeiten in diese Gefäße zu füllen, bedarf es keiner Maschine. Da die Mündung derjenigen Röhre, durch welche die gashaltende Flüssigkeit abgelassen wird, kegelförmig gestaltet ist, so darf sie nur in eine kegelförmige, mit dem Cylinder communicirende Röhre eingefügt werden; indem man nun den Hebel des Gefäßes niederdrükt und den Hahn des Sättigungscylinders öffnet, strömt die gasdurchdrungene Flüssigkeit in das Gefäß. Die in dem lezteren enthaltene Luft kann durch eine mit einem eisernen Stöpsel verschließbare Oeffnung entweichen.

Fig. 71 zeigt das Verfahren, die Gefäße zu füllen; Fig. 72 das Verfahren, sie ihres Inhalts zu entledigen. Die Flasche ist Fig. 70 in der Seitenansicht dargestellt; sie mag aus Metall, Glas, Porzellan oder Steingut bestehen. Durch den Hals wird sie sowohl gefüllt, als auch entleert; indem man auf den Hebel b drükt, kann die Flüssigkeit einströmen oder entweichen.

Im Innern besizt dieser Hebel zwei Zähne, analog denen eines Getriebes; diese Zähne heben einen Kolben, welcher, wie der Durchschnitt Fig. 70* zeigt, durch eine wurmförmige Feder abwärts gedrükt wird. Dieser Kolben wirkt auf zweierlei Weise; erstens verschließt er mit seinem unteren Ende die Oeffnung, durch welche die gashaltende Flüssigkeit aus dem Gefäß entweichen kann; dieser Theil mag