Text-Bild-Ansicht Band 79

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mit Recht den Vorwurf machen, daß sie die schöne Entdekung Thilorier's und seinen Apparat zum Verdichten der Kohlensäure nicht gehörig würdigte; wenn man gleich anfangs eine aus Physikern, Mechanikern und Chemikern zusammengesezte Commission mit einer Prüfung seines Verfahrens beauftragt hätte, wenn durch eine solche sein Versuch wiederholt, die Construction des Apparats, die Wahl des Metalls, die Art es zu bearbeiten etc. untersucht worden wäre, so hätte diese ohne Zweifel die Möglichkeit einer Gefahr vorausgesehen und die geeigneten Mittel zu ihrer Beseitigung angegeben.“ 62)

LX. Vergleichende Untersuchung der Leucht- und Heizkraft verschiedener Arten von Steinkohlengas-Brennern und über die Anwendung des Steinkohlengases als Wärmequelle; von Dr. Andrew Fyfe.

Aus dem Edinburgh new philosophical Journal. Oktbr. 1840 – Jan. 1841, S. 214.

I. Vergleichende Untersuchung der Leuchtkraft der Gasbrenner.

Es ist wohl bekannt, daß das Steinkohlengas in seiner Zusammensezung und seiner Qualität je nach dem zu seiner Bereitung angewendeten Verfahren variirt. Nachdem es von den Uneinigkeiten befreit ist, besteht es hauptsächlich aus Wasserstoff, Kohlenoxyd und verschiedenen Kohlenwasserstoff-Verbindungen. Der Wasserstoff, das Kohlenoxyd und die leichten Kohlenwasserstoffarten machen bei Weitem den größten Theil aus; allein die schweren Kohlenwasserstoffarten sind es, welche die wahren Lichtquellen bilden, denn, wenn schon alle diese Körper brennbar sind, so geben doch die erstern sehr wenig Licht bei ihrer Verbrennung.

Man mag die Voraussezung sehr natürlich finden, daß wenn diese Gase nur mit der gehörigen Menge Luft behufs der Verbrennung versehen werben, die Stärke des Lichtes immer dieselbe seyn müsse, und daß folglich, wenn das Gas nur vollkommen verbrennt, es gleichgültig sey, in welchem Brenner es verzehrt werde. Dieß ist

62)

Wir haben im polyt. Journ. (Bd. LXXII. S. 132 u. Bd. LXXVII. S. 420) die Beschreibung zweier Apparate zum Verdichten des kohlensauren Gases nach Thilorier's Princip mitgetheilt, bei deren einem die Behälter aber nicht aus Gußeisen, sondern aus Stabeisen verfertigt sind; in der That ist es unbegreiflich, daß Hr. Thilorier Gußeisen zu Gefäßen verwenden konnte, die einem so außerordentlichen Druk widerstehen müssen.

A. d. R.