Text-Bild-Ansicht Band 83

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aus einer Dampfmaschine, zwei Luftcompressions-Pumpen und einer Luftschleuße (sas à air).

Ich muß hier bemerken, daß unsere Dampfmaschine dem Gebrauche, welchen wir von ihr machten, durchaus nicht angepaßt war und daß nur ganz besondere Umstände uns sie anzuwenden zwangen. Die Pumpen werden wir weiter unten zu beschreiben Gelegenheit haben. Die Luftschleuße aber war zusammengesezt: 1) aus einer an ihrem unteren Theile befestigten Stopfbüchse, um ihn mit dem eisernen Schacht in so genaue Verbindung zu sezen, daß zwischen der atmosphärischen Luft und diesem Schacht gar keine Communication stattfinden kann; 2) aus zwei Röhren, deren eine zum Einführen comprimirter Luft in den Schacht, die andere aber dazu dient, das Austreten des Wassers zu erleichtern, wenn es in Folge der Luftcompression schneller auszutreten gezwungen ist, als es die Oeffnungen gestatten, welche am Fuße des Schachts, bei dem unvollkommenen Aufstehen des Rohrs auf dem festen Boden, vorhanden seyn können; 3) aus zwei (Mannsloch-) Ventilen zum Regieren der Luftschleuße behufs des Einbringens der Arbeiter und Herausschaffens des Materials; 4) endlich aus zwei Hähnen zu demselben Gebrauche, einem Manometer und einem Sicherheitsventil, um Unglüksfällen vorzubeugen.

Gang des Apparats. — Man kann sich nun leicht eine genaue Vorstellung der Ingangsezung dieses Apparats machen. Man denke sich die Dampfmaschine wirkend; die Pumpen stoßen unterhalb der Luftschleuße Luft in den Schacht, welche nothwendig comprimirt werden muß, weil keine Communication zwischen diesem Theil des Schachts und der atmosphärischen Luft stattfindet. Wenn der Schacht mit Wasser erfüllt ist, gibt dieses Wasser dem Druke der Luft nach und entweicht durch die oben angegebene Röhre, so daß nach einer gewissen Zeit alles im Schacht eingeschlossene Wasser durch comprimirte Luft ersezt seyn wird; fährt man damit so fort, so wird dieser Schacht beständig in trokenem Zustand seyn.

Das Einbringen der Arbeiter in den Schacht geschieht mittelst der Luftschleuße. Nehmen wir einen Augenblik das Ventil als geschlossen und die comprimirte Luft in dem Schacht zu einem Druke von 2 bis 3 Atmosphären an, so wird das obere Ventil geöffnet, die Arbeiter können in die Luftschleuße hinabsteigen, dann über ihrem Kopfe dieses Ventil schließen und zugleich den untern Hahn öffnen, um sich mit der comprimirten Luft des Schachts in Communication zu sezen. In demselben Augenblik wird das obere Ventil fest an seinen Wänden anliegen, und sobald das Gleichgewicht zwischen der Spannung der Luft im Schacht und in der Luftschleuße hergestellt ist,