Text-Bild-Ansicht Band 86

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diesem Gewichte bedient man sich gewöhnlich bei Fregatten von 50 Kanonen; diese Probe aber ergibt, daß er zureichend wäre bei einem Schiffe von 90 Kanonen. (Moniteur industriel, 25. August 1842.)

Roberts' galvanische Batterie, vorzüglich zum Felsensprengen.

Da das Felsensprengen durch Galvanismus (man vergl. polytechn. Journal Bd. LXXXV. S. 275) sehr allgemein geworden ist, verdient folgende einfache und wirksame Batterie, welche Hr. Roberts der London Electrical Society mittheilte, Beachtung. – Schon vor 4 Jahren nämlich zeigte Hr. R. die größere Wirksamkeit der Combination von Zink und Eisen gegen die von Zink und Kupfer; 26zöllige Platten davon sind schon von der größten Wirkung beim Felsensprengen. 20 Eisenplatten und eben so viele Zinkplatten werden parallel und miteinander abwechselnd, wie bei der gewöhnlichen Anordnung für die Säure-Batterie angeordnet und wie folgt verbunden. Man bezeichne die Zinkplatten mit 1, 2, 3 u.s.f., die Eisenplatten mit a. b, c u.s.f., bringe a an das eine Ende der Reihe und verbinde nun zuerst a mit b; sodann verbinde man 1 mit c, 2 mit d, 3 mit e u.s.f. Man wird leicht sehen, daß beide Seiten jeder Platte auf diese Weise in Thätigkeit kommen und daß keine Gegenströme entstehen. Ein 8 Zoll langer Kasten kann eine Kette von 20 Elementen enthalten und von Holz verfertigt seyn, welches durch einen Bleiweiß-Anstrich wasserdicht gemacht wird. Um das Einheben und Ausnehmen der Platten zu erleichtern, sind sie in einem eigenen Gestell angebracht. Zur Erregung der Batterie dient 1 Th. Schwefelsäure mit 30 Theilen Wasser verdünnt. (Mechanics' Magazine. Jul. 1842, S. 108.)

Reinigung des Terpenthinöhls zur Kautschuklösung.

Außer einigen andern flüchtigen Oehlen wird in England und Deutschland das Terpenthinöhl zum Auflösen des Kautschuks gebraucht. Man zieht dem amerikanischen gewöhnlich jenes aus dem südlichen Frankreich vor, weil es minder harzig ist. Die Fabriken, wo man sich dieser Lösungen zur Zubereitung gewisser Zeuge bedient, sehen vorzüglich darauf, ein möglichst frisches Oehl zu erhalten. In Deutschland vermischt man das Terpenthinöhl mit zwei Theilen Wasser und sezt auf 100 Pfd. Oehl 1 Pfd. Potasche und 1 Pfd. frischgebrannten Kalk hinzu. Der Kalk muß vorher gelöscht und zur Milch angerührt werden und die Potasche wird darin aufgelöst, ehe man sie mit dem Terpenthinöhl mischt. Die Blase wird zu 7/8 ihres Hohlraumes angefüllt und man destillirt bei so niederer Temperatur als möglich über. Nach einiger Ruhe nimmt man das überschwimmende Oehl ab und dieses Oehl wird zum Gebrauch für die Kautschuklösung vorgezogen. (Echo du monde savant, 1842, No. 16.)

Leuchtgasbereitung aus Zuker.

Hr. Kraquelin soll nach fünfjährigen Bemühungen ein Verfahren entdekt haben, um den Zuker mit Vortheil zur Leuchtgasbereitung anwenden zu können, indem man ihn mit fast ganz werthlosen Substanzen verbindet. Er hat sich seine Methode in Frankreich patentiren lassen. Dieses Gas soll bei gleicher Leuchtkraft viel wohlfeiler als jedes auf andere Art bereitete zu stehen kommen. (Journal de Chimie médicale, Okt. 1842.)

Vorschlag um mehr Würze aus dem Malz zu gewinnen, als man nach dem gewöhnlichen Verfahren in den Bierbrauereien erhält.

In der Chemical Society zu London wurde die Frage gestellt: „Ist es möglich durch eine Abänderung des gewöhnlichen Verfahrens beim Einmaischen