Text-Bild-Ansicht Band 88

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Tiefe von 3 Metern die ungeheure Stufe von 36 Kilogr. Dieselbe befindet sich jezt in der Petersburger Sammlung.

Die Goldausbeute in Rußland ist so enorm, daß sie im Jahre 1842 bis auf 16000 Kilogr. stieg, wovon Sibirien allein, im Osten des Ural, über 7800 Kil. lieferte. (Comptes rendus, 1843 No. 2.)

Verfahren den Phosphor farblos und durchsichtig zu machen.

Um den gewöhnlichen gelben oder rothen undurchsichtigen Phosphor farblos und durchsichtig wie Glas zu machen, braucht man ihn nach Wöhler (Annalen der Chemie und Pharmacie, Febr. 1843) nur in einer concentrirten und mit Schwefelsäure versezten Lösung von zweifach-chromsaurem Kali zu schmelzen. Um die Berührung zu befördern, verschließt man das Gefäß und schüttelt es heftig, bis sich der Phosphor in feine Kügelchen vertheilt hat, die sich in der Ruhe bald wieder vereinigen. Gewöhnlich bleibt er dann bekanntlich auch nach dem Erkalten flüssig; aber sobald man ihn mit irgend einem Körper berührt, erstarrt er.

Kosten der Sodafabrication zu Paris und Marseille.

A. Kosten zu Paris.

14,982 Kil.
13,500 –
7,680 –
Glaubersalz (in eisernen Cylindern bereitet) zu 17 Fr.
Kreide, 1000 Kil. 10 Fr.
Steinkohlenpulver, 100 Kil. 3 Fr.
2,536 Fr.
135 –
288 –
94 Cent.
–––––––––
36,162 Kil.
10 Fuhren (150 Hektol.) Steinkohle à 40 Fr. 400 –
Allgemeine Spesen und Arbeitslohn 400 – 6 –
12 Fässer zum Verpaken 180 –
Fracht, Disconto und Verlust 335 –
–––––––––––––––
Summa 4,275 Fr. – Cent.
Product: 24,440 Kil. rohe Soda
24,440 Kil. : 4,275 Fr. = 100 Kil. : 19 Fr. 5 Cent.

B. Kosten zu Marseille.

Fabricat.
des
Glaubersalzes.
Seesalz (3,600 Kilogr. zu 1 Fr.)
Schwefelsäure von 50° B. 4,500 Kil. à 10 Fr.
Arbeitslohn und Spesen
Steinkohle 20 Hektol.
36 Fr.
450 –
62 –
40 –
––––––
588 Fr.
588 Fr. : 4,320 Kil. = 13,6 Fr. : 100 Kil.
Verwandlung
in
Soda.
Kreide 4,500 Kil.
Steinkohle, Brennmaterial und Zusäze 5000 Kil.
Arbeitslohn und Spesen
45 Fr.
125 –
80
––––––
250 Fr.
––––––
Totalsumma 838 Fr.
Product: 6,160 Kil. rohe Soda
6,160 Kil. : 838 Fr. = 100 Kil. : 13,6 Fr.

Balard's neues Verfahren der Sodabereitung besteht darin, die im Meerwasser enthaltene schwefelsaure Bittererde zu benüzen; dieselbe wird durch Zersezung mit Kochsalz, bei einer Temperatur von 1 bis 2° C. unter 0 in schwefelsaures Natron verwandelt. Obwohl die Industrie sich dieses Verfahrens schon bemächtigt und es im Großen ausgeführt hat, verhinderten doch Umstände bisher eine größere Verbreitung desselben. (Moniteur industriel, 16. April 1843.)