Text-Bild-Ansicht Band 92

Bild:
<< vorherige Seite

Potasche zusezt, die man vorher mit dem Sande zu einer Fritte verband.

Um ein Fayence zu erhalten, welches keine Sprünge bekömmt, sich sehr leicht verarbeiten läßt und sehr schöne, mit einer hübschen Glasur überzogene Stüke liefert, die auch Farben gern annehmen, ist ein Gemenge von plastischem Thon, Cement (z.B. gebranntem Töpfergeschirr) und sandigem Mergel zwekmäßig. Aber auch dieses Fayence ist nicht sehr geeignet, dem Temperaturwechsel zu widerstehen.

Durch bedeutende Erhöhung der anfänglichen Temperatur beim Brennen des springenden Fayence wird es compact genug, damit die Glasur nicht mehr springt. Um die Hize nicht so steigern zu brauchen und dem Fayence doch eine große Festigkeit zu geben, müßte man die jezt übliche Glasur abändern; doch haben die Versuche, welche ich in dieser Absicht anstellte, bisher noch kein entscheidendes Resultat geliefert.

XXXIV. Bericht der HHrn. Dumas, Thenard, Pelouze, d'Arcet und Payen über mehrere Abhandlungen – Verfahrungsarten zur Verbesserung ungesunder technischer Operationen betreffend – welche der französischen Akademie der Wissenschaften zur Bewerbung um die Montyon'schen Preise übergeben wurden.

Aus den Comptes rendus, 1844, 1tes Semester, Nr. 9.

Der Commission wurden Abhandlungen und verschiedene Gegenstände von achtzehn Bewerbern um die Preise der Montyon'schen Stiftung übergeben (Verfahrungsarten betreffend, wodurch technische Operationen für die Gesundheit unschädlich gemacht werden). Alle von den Bewerbern behandelten Gegenstände sind von großem Interesse; die wenigsten aber haben noch das Gepräge einer praktischen Nüzlichkeit, welches allein die Zuerkennung der Preise dieser Stiftung gestattet.

Verfertigung einer neuen Art Röhrenleitungen, welche Flüssigkeiten und Gase nicht so leicht austreten lassen wie die gewöhnlichen, wodurch schon öfters so große Unglüksfälle veranlaßt wurden. Diese schäzenswerthe Erfindung wurde im Jahr 1841 von Hrn. Chameroy eingereicht; damals noch zu neu, um zum Preise zu berechtigen, konnte sie seitdem einen Industriezweig in das Leben rufen, welcher sich allmählich entwikelte. Man verwendet nach diesem Verfahren jährlich 300,000 Kilogr. Theer (von der Destillation fetter Steinkohlen),