Text-Bild-Ansicht Band 96

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es in die zur Verfertigung der Schrötlinge (Platten) bestimmte Ausstükelungsmaschine (Durchschnitt, blank-cutting-maschine). Es ist dieß eine Maschine mit zwölf im Kreise angeordneten Schneideinstrumenten; unten in der Maschine wird das Band aufgelegt und eine Reihe von Stüken ausgeschnitten, die in eine Schublade fallen. Diese Schneidinstrumente müssen so adjustirt seyn, daß sie genau das gehörige Gewicht ausschneiden; ist eines derselben im Geringsten zu groß oder zu klein, so ist dieß vielleicht durch Abwägen eines einzelnen Sovereign auf einer sehr feinen Waage zu entdeken; wenn man aber ein Pfund davon auswiegt, dann findet man sie in diesem Fall jedenfalls etwas zu leicht oder zu schwer. Auf der Münze ist daher folgendes Verfahren eingeführt: ist das in Sovereigns auszustükelnde Band genau normal, so geht es durch ein geeignetes Schneideinstrument, welches es normalmäßig ausschneidet; angenommen aber, daß es, auf diese Weise probirt, im Geringsten zu leicht befunden würde, so bringt man es in ein Schneidinstrument, welches die Stüke um ein Minimum zu groß ausschneidet, oder vielmehr diese Leichtheit compensirt. Nach dem Ausschneiden der Stüke werden die Bänder zerbrochen (broken up), von den Münzern sehr genau gewogen und dem Schmelzer zurükgegeben.

Die Schrötlinge werden nun in das Justirlocal gebracht, wo Leute sich damit beschäftigen, jedes einzelne Stük zu wägen; sie werden dann noch ein zweites Mal gewogen und überdieß läßt man jedes Stük auch klingen, damit keine gesprungenen oder sogenannte „stumme Stüke“ in Circulation gesezt werden. Das Normalgewicht eines Sovereigns ist 5 Dwts. 3 1/4 Grän; das Current-Gewicht, oder das, unter welchem es circulirt, 5 Dwts. 2 1/2 Gran, so daß die äußerste Differenz zwischen beiden, dem Normal- und Current-Sovereign, im Werth 3 Halbpence betragen mag, da 1 Grän normalhaltiges Gold etwa 2 Pence werth ist. Auf 8 leichte Sovereigns beträgt der Verlust daher 1 Shilling; auf 800 beträgt er 5 Pfd. St.; und auf 10,000,000 Sovereigns würde er 62,000 Pfd. St. bei dieser höchst unbedeutenden Differenz ausmachen.

Nun werden die Goldstüke, nachdem sie bezüglich des Gewichtes justirt sind, gerändert (marked); sie gehen nämlich durch zwei stählerne Baken hindurch und der Rand wird etwas erhöht. Die vom Ausschneiden herkommenden sind am Rande rauher, die geränderten hingegen haben einen glatten Rand, welcher (an den Seiten) etwas hervorsteht. Die Rändelmaschine arbeitet mit außerordentlicher Schnelligkeit, sie macht 240 Stüke in der Minute fertig. Bei dem Rändern werden die Schrötlinge so hart, daß sie vor dem Prägen noch einmal ausgeglüht werden müssen. Dieß geschieht durch Einsezen derselben