Text-Bild-Ansicht Band 98

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durch Stangen E, E paarweise verbunden; sie bewegen sich dadurch ein- und auswärts, daß sie sich mit den Walzen um ein ins Innere der Walzen hineinragendes festes Excentricum C drehen.

Außer dem oben bereits erwähnten Verfahren die Ziegel abzuschneiden, kann man sich auch folgender Methode mit Vortheil bedienen. Nachdem der Thon durch die Kammer F, Fig. 38, in eine andere an der Vorderseite der Kammer F befindliche Kammer gestoßen worden ist, presse ich ihn mit Hülfe des Kolbens G abwärts. Um zu verhüten, daß der Thon den Kolben berühre, lasse ich durch ein Ventil I2 Luft in den Raum H zwischen dem Kolben und der zu formenden Substanz. Dieses Ventil öffnet sich nach Unten, so daß die Luft nur beim Steigen des Kolbens zugelassen, beim Niedergang des Kolbens aber comprimirt wird; sie drükt daher den Thon in die Kammer hinab, ohne daß derselbe mit dem Kolben in Berührung kommt. Soll in einer Seite der zu formenden Substanz eine Vertiefung gebildet werden, so presse ich die Substanz nach der Mündung der Kammer K, Fig. 38, wo sie bleibt, während der Kolben in die Höhe geht; während dieser Zeit kann man mit irgend einem Instrumente durch eine in der Seite der Kammer angebrachte Oeffnung die verlangte Vertiefung bilden; der Thon wird hierauf durch die Elasticität der in dem Raume M befindlichen comprimirten Luft herausgedrükt, indem der Kolben neuen Thon in den Raum M hineinpreßt.

LXXIX. Ueber das Einlegen der Adern, des Mosaiks, der Blumen, Blumenblätter u. s. w. in Holz; von E. O. Schmidt und H. Hartung.

Zum Einlegen der Adern bedarf man eines sogenannten Aderkrazers, der fast eben so wie ein Streichmaaß construirt ist, jedoch eine breitere Spize mit zwei Zähnen hat. Dieser Aderkrazer wird nach der Breite des Fries gestellt, worauf man mit ihm die Stelle, wo die Adern hinkommen sollen, bis zur gehörigen Tiefe auskrazt. Hiebei ist es jedoch zwekmäßig, sich die Enden der Linie, in welche, die Adern gelegt werden sollen, mit Bleistift vorzuzeichnen, damit man nicht über die Enden mit dem Aderkrazer hinausfährt. Um jedoch die Winkel der Linien recht scharf und genau zu machen, Wendet man nach dem Einkrazen derselben ein kleines wie ein Meißel geformtes Instrument an, dessen Breite nach derjenigen der Linie gefeilt seyn muß. Sollen schräge Linien in die Adern kommen und in diese eingeschnitten werden, so zeichnet man sich vorerst die Linie mit Blei