Text-Bild-Ansicht Band 103

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Die Lebensdauer der Bienenkönigin hat wohl ein von der Natur gestecktes Ziel; allein man vermuthet, daß sie Eier legt, was die Bienen in Stand fetzt, sie zu ersetzen.

Uebrigens macht Hr. Ciria keinen Anspruch auf die Erfindung dieses Verfahrens; in Spanien ist dasselbe sehr verbreitet, selbst da, wo die Temperatur dieselbe ist wie in Frankreich.

  Miscellen.

Königlich französische Ordonnanz zur Regulirung der Polizei, der Sicherheit und des Betriebs der Eisenbahnen.

Louis-Philippe etc. Auf den Bericht unseres Ministers-Staatssecretärs im Departement der öffentlichen Arbeiten; in Ansehung des Artikels 9 des Gesetzes vom 11. Jun. 1842 in Betreff der Errichtung großer Eisenbahnlinien; in Ansehung des Gesetzes vom 15. Julius 1845 in Betreff der Eisenbahnpolizei, haben wir nach Vernehmung unseres Staatsraths verordnet und verordnen wie folgt:

Titel I. – Von den Stationen und den Geleisen der Eisenbahnen.

1ste Abtheilung. – Von den Stationen.

Artikel 1. Das Einführen, der Aufenthalt und das Umherfahren sowohl zum Personen- als zum Waarentransport bestimmter öffentlicher oder Privatwägen in den zu den Eisenbahn-Stationen gehörenden Höfen wird durch Beschlüsse der Departements-Präfecte regulirt; diese Beschlüsse erhalten nur durch die Genehmigung des Ministers der Staatsbauten Vollzugskraft.

2te Abtheilung. – Von der Bahn.

2. Die Eisenbahn und die dazu gehörenden Werke sind beständig in gutem Zustand zu erhalten.

Die Gesellschaft hat den Minister der Staatsbauten von den zu dieser Erhaltung ergriffenen Maaßregeln in Kenntniß zu setzen.

Falls diese Maaßregeln unzureichend wären, wird der Minister der Staatsbauten nach Vernehmung der Gesellschaft diejenigen vorschreiben, welche er für nöthig hält.

3. Ueberall, wo es nöthig ist, sind Wärter (gardiens) in hinreichender Anzahl aufzustellen, um die Ueberwachung und Handhabung der Zungen (Radlenker) bei Kreuzungen und Geleiswechsel zu sichern; falls dieselben nicht zureichen, wird die Anzahl dieser Wärter von dem Minister der Staatsbauten nach Vernehmung der Gesellschaft vorgeschrieben.

4. Ueberall, wo eine Eisenbahn, sey es von einer Fahrstraße für Wägen, oder von einem Weg für Fußgänger, durchkreuzt wird, sind Fallbäume (Barrièren) zu errichten.

Die Art der Ueberwachung und die Dienstvorschriften bei diesen Barrièren werden von dem Minister der Staatsbauten auf den Antrag der Gesellschaft hin regulirt.

5. Wenn die Anwendung von Gegenschienen im Interesse der allgemeinen Sicherheit für nothwendig erachtet wird, so ist die Gesellschaft verpflichtet, solche an den vom Minister der Staatsbauten bezeichneten Stellen anzubringen.