Text-Bild-Ansicht Band 107

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welche mittelst eines kleinen im Innern der Spindel angebrachten Universalgelenkes miteinander verbunden sind. Da der Umfang der Walze z der Länge der Spule p gleich ist, so wickelt die Walze z bei einer Umdrehung genau ein Schnurstück gleich der Länge des Weges des Trichters x auf. Wenn die durch irgend einen geeigneten Mechanismus in langsame Bewegung gesetzte Walze z eine Umdrehung vollendet hat, so muß der Sperrkegel des mit ihr verbundenen Sperrrades ausgelöst werden, worauf die Walze z eine Bewegung in entgegengesetzter Richtung beginnt, indem eine in der Rinne des horizontalen Arms befindliche gewundene Feder den Trichter x zurücktreibt, wobei Rücksicht zu nehmen ist, daß diese rückgängige Bewegung gleichförmig sey. In Folge der ununterbrochenen Rotation der hohlen Spindel mit ihrem Arm y und der Scheibe s erlangt das Gespinnst eine leichte Drehung und wickelt sich allmählich auf der Spule auf. Diese nimmt an Durchmesser zu, wird jedoch durch die Kraft der auf den Hals q drückenden Feder mit der Scheibe stets in Contact erhalten. Wenn die Spule voll ist, so wird sie von ihrer Spindel abgenommen und durch eine leere ersetzt.

Fig. 4 stellt eine dritte Methode dar, wodurch derselbe Zweck erreicht werden kann. In diesem Falle ist die Spule p, auf welche das Gespinnst aufgewickelt werden soll, in Führungen innerhalb eines Flügels gelagert. Das Gespinnst geht von den Streckwalzen abwärts durch die hohle Spindel a über einen halbkreisförmigen Draht nach dem Trichter x; dieser wird in einer Rinne der horizontalen Stange y hin- und hergeführt. Eine an diesen Trichter befestigte Schnur geht nämlich längs der Leitstange y hin, dann an der einen Seite des Flügels hinab, durch die Mitte der hohlen Spindel und ihres Lagers nach einer Walze, auf der sie, wie in Fig. 3, sich aufwickelt. Auch hier besteht die Schnur aus zwei durch ein Gelenk miteinander verbundenen Theilen. Spindel und Flügel werden mittelst eines durch einen geeigneten Mechanismus umgetriebenen Zahnrades t in Rotation gesetzt. Mit Hülfe dieses Apparates kann man dem Gespinnst jeden erforderlichen Grad der Drehung ertheilen. Es bleibt nun nur noch übrig, die Art und Weise zu erläutern, wie sich das Gespinnst auf der Spule aufwickelt. An dem unteren Theile des stationären Trägers u ist nämlich ein Winkelrad w und an dem unteren Ende einer diagonalen Achse q, welche durch Löcher des Flügels tritt, ein Winkelgetriebe befestigt, welches in das stationäre Rad w greift. An dem oberen Ende der Welle q befindet sich eine endlose Schraube, welche in ein Rad v greift; dieses sitzt an dem Ende der Achse einer cannelirten Walze s, welche die Spule p in Bewegung setzt. Wenn daher die Achse q mit ihrem in das Rad w greifenden