Text-Bild-Ansicht Band 107

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ab. Dadurch condensiren sich die zurückgebliebenen Dämpfe, und deren Spannung wird geringer als der Druck der äußeren Luft, welche nun durch die nämliche Röhre den fertigen Kaffeeaufguß wieder in den Wasserkessel zurücktreibt, aus welchem derselbe durch Oeffnen eines kleinen Hahns abgezogen werden kann.

Fig. 29 ist eine Ansicht der vollständigen Kaffeemaschine, wobei der Wasserkessel als gefüllt angenommen ist;

Fig. 30 eine Ansicht des Griffs, welcher zum bequemeren Tragen der Maschine dient, und einem Hebel, der später erwähnt werden soll, den Stützpunkt abgibt.

Fig. 31 ist eine horizontale Ansicht des Hebels, in welchem der Wasserkessel hängt.

In allen Figuren bezeichnen dieselben Buchstaben denselben Gegenstand.

A ist ein Brettchen mit zwei Vertiefungen, welche das Verrücken der Weingeistlampe B und des Glases C verhüten. In der Mitte des Brettchens ist der Träger oder Griff D mittelst einer Mutter festgeschraubt. Ungefähr auf seiner halben Höhe theilt sich der Träger D, so daß dadurch zwei Arme gebildet werden, Fig. 30, zwischen welchen der Hebel E wie ein Wagbalken oscilliren kann. Der eine Arm dieses Hebels bildet eine offene Gabel, zwischen welcher der cylindrische Wasserkessel F Platz hat. An letzterem ist auf beiden Seiten ein vorstehender Stift G angebracht, welcher sich in die Vertiefung an dem Ende des Hebels E einlegt, so daß der Wasserkessel schwebend über der Weingeistlampe erhalten wird. Der andere Hebelarm ist durch einen Ring gebildet, welcher weit genug ist um das Glas C bei der Bewegung nicht zu berühren. Ein Gewicht H, welches an den zweiten Hebelarm angeschraubt ist, hebt den Wasserkessel, so bald er leer ist, in die Höhe. Der Hebel E nimmt in diesem Fall eine schiefe Lage an, welche der in der Zeichnung angegebenen entgegengesetzt ist. Durch die Ansätze J an dem Träger D ist der Hebel verhindert eine zu große Schwingung zu machen. Mit dem Träger D aus einem Stück ist ein gebogener Arm K, dessen Ende den Hahn L umfaßt, wodurch ein Schwanken des Kessels F verhütet wird. Außerdem ruht der Kessel, wenn er gefüllt ist, mittelst des Hahns L auf diesem Arm auf.

Der mit concavem Boden versehene Kessel F hat oben eine trichterförmige Oeffnung M, durch welche er gefüllt wird. Diese Oeffnung wird nach dem Füllen durch einen Kork gut verschlossen.