Text-Bild-Ansicht Band 120

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Polytechnisches Journal.

Zweiunddreißigster Jahrgang.

Zwölftes Heft.

LXXXV. Vacuum-Manometer für Condensations-Dampfmaschinen; von F. Bramwell.

Aus dem London Journal of arts, März 1851, S. 304.

Mit Abbildungen auf Tab. VII.

Bei dem gewöhnlichen langen Vacuum-Manometer befindet sich das Quecksilber in einer unbedeckten gußeisernen Schale, in welche eine unten offene und oben geschlossene Glasröhre eingetaucht ist. Eine kleine eiserne mit einem Hahn versehene und mit dem Condensator in Verbindung stehende eiserne Röhre erstreckt sich durch das Quecksilber bis nahe an das obere Ende der Glasröhre. Durch diese Röhre wird die Luft aus der Glasröhre gesaugt, und das Quecksilber steigt nun in der letzteren nach Maaßgabe der Differenz zwischen dem Druck der Atmosphäre und des uncondensirten Dampfes in dem Condensator. Die diesem Manometer zu machenden Einwürfe bestehen:

1) darin, daß derselbe nicht den wirklichen Druck des in dem Condensator zurückbleibenden unverdichteten Dampfes anzeigt, wenn nicht die Vorkehrung getroffen wird diesen Druck mit einem Barometer zu vergleichen, und

2) darin, daß das Quecksilber öfters ausgetrieben wird und verloren geht, indem der Hahn während des Durchblasens, bevor man die Maschine in Gang setzt, offen gelassen wird. Außerdem sind diese Manometer unbequem und hinderlich, weil sie beinahe drei Fuß lang seyn müssen, um die stärkeren Luftverdünnungen von 29 bis 30 Zoll anzuzeigen.

Fig. 28 stellt den gewöhnlichen kurzen Vacuum-Manometer dar, wo eine oben geschlossene dünne Glasröhre das Quecksilber enthält, unten aufwärts gebogen ist, und sich in eine Kugel endigt, die an ihrer