Text-Bild-Ansicht Band 120

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ein gewöhnlicher Thermometer der Sicherheit wegen in eine an der Scale angebrachte Rinne zu liegen. Unten an der Messingschale befindet sich der Hahn mit der Röhre, welche die Verbindung mit dem Condensator herstellt. Wenn nun der Druck gegen die Oberfläche des Quecksilbers in der Glaskugel aufgehoben oder vermindert wird, so sinkt natürlich das Quecksilber, und dieses Sinken kann stets beobachtet werden, weil die das Quecksilber enthaltende Röhre vollkommen unbedeckt ist. Auf diese Weise ist der Haupteinwurf gegen den kurzen Vacuum-Manometer beseitigt, und ebenso der zweite, welcher dem langen sowie dem kurzen gemeinschaftlich gilt, nämlich die Gefahr daß der Absperrhahn während des Durchblasens offen bleibt. Denn bei dem verbesserten Manometer ist es vollkommen gleichgültig, ob der Hahn offen ist oder nicht, indem die einzige Folge des Offenbleibens die ist, daß die Messingschale sich mit Dampf füllt; dieser kann jedoch weder das Quecksilber hinausblasen, noch den Manometer beschädigen.

LXXXVI. Verbesserungen an rotirenden Dampfmaschinen, welche sich William Newton, Civilingenieur in London, einer Mittheilung zufolge am 11. Junius 1850 patentiren ließ.

Aus dem London Journal of arts, Oct. 1851, S. 95.

Mit Abbildungen auf Tab. VII.

Der Zweck dieser Erfindung besteht darin, die Fuge zwischen dem Dampfrad und den Deckeln des Dampfcylinders von rotirenden Dampfmaschinen so zu liedern, daß der Ingenieur im Stande ist, die Liederung nach Willkür dichter oder lockerer zu machen, die Maschine mag in Ruhe oder in Bewegung seyn.

Fig. 45 stellt die Maschine im Verticaldurchschnitte und zwar nach einer Ebene parallel zur Achse des Dampfrades dar. Fig. 46 ist ein anderer Durchschnitt rechtwinkelig zu Fig. 45. a ist der eine Deckel des Cylinders b, in welchem das Dampfrad c rotirt, dessen Welle d durch die Mitte des Deckels tritt. Da weder der Cylinder noch das Dampfrad