Text-Bild-Ansicht Band 126

Bild:
<< vorherige Seite

Mehl in den Canal K hinabfegen, der es in den geeigneten Behälter führt. Sämmtliche Röhren, welche die Verbindung zwischen den Mahlgängen und der Röhre G herstellen, sollten mit Ventilen versehen seyn, um diese Verbindung absperren zu können, wenn einzelne Gänge nicht im Betriebe sind. Eben so muß jeder Canal K ein Ventil haben, um das Zurückstäuben des Mehls in die Zarge in Folge einer zu heftigen Thätigkeit des Ventilators unmöglich zu machen.

Die Wirkungsweise des Apparates ist nun folgende. Wenn der Ventilator in Thätigkeit gesetzt und das Korn aufgeschüttet wird, so dringt ein Luftstrom mit dem Korn das Läuferauge hinab, gelangt zwischen die Mahlflächen, die er dabei kühl erhält und entweicht durch die Röhre und den Hauptcanal G zunächst in eine Kammer und von da ins Freie. Das Korn dagegen wird durch die Kehrvorrichtung I in den Canal K hinabgefegt. Um das Mehl vollständig von der Luft zu trennen, ist innerhalb der Zarge bei L eine Scheidewand aus Seide oder Drahtstor angebracht, welche die Entweichung des Mehls mit der Luft die Röhre F hinauf wirksam verhindert.

Der zweite Theil dieser Erfindung bezieht sich auf die Construction stärkerer und dauerhafterer Mühlsteine, welche eine bessere Mahlfläche als die gegenwärtig gebräuchlichen besitzen. Fig. 34 stellt einen nach diesem System construirten Mühlstein im Grundrisse dar. Derselbe besteht aus einzelnen Sectoren a, a, a, welche durch eiserne Bänder fest zusammengehalten werden.

LXIII. Ueber Getreideschöberchen und Schobergestelle.

Aus dem Précis d'Agriculture théorique et pratique par MM. A. Payen et A. Richard, Paris 1851.

Mit Abbildungen auf Tab. VII.

Die Schöberchen sind sehr kleine Schober, welche dadurch gebildet werden, daß man zuerst mehrere Armevoll gemähter Halme in der Art aufrecht stellt, daß man die sichren fest aneinander drückt, hingegen die Sturzeln (Füße) der Halme auseinanderbreitet und die so gebildete kegelförmige Garbe (Fig. 25) mit einem schwachen Strohband zusammenbindet. Zugleich wird aber ein anderer Armvoll so hergerichtet, daß die Halme sehr nahe am Fuße fest zusammengebunden, hingegen