Text-Bild-Ansicht Band 127

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größere Härte zu ertheilen, daher ihren Transport zu erleichtern. Man legt das Ei kurze Zeit in warmes Gummiwasser, bestreut es gleich darauf gänzlich mit sehr fein gesiebtem, gebranntem Gyps, läßt gut trocknen und bewahrt es in Asche auf.

LXXXI. Vorsichtsmaßregeln gegen Schwamm; vom Hrn. Oberbaurath Mohn.

Aus dem Notizblatt des hannover'schen Architekten- und Ingenieur-Vereins, 1852, Bd. II, S. 180.

Nach den bei mehreren Gebäuden der hannover'schen Eisenbahnen gemachten Erfahrungen hat es sich als nothwendig herausgestellt, bei den vorhabenden Bauausführungen gegen die Bildung von Hausschwamm, Fäulniß und Stockung der Hölzer ausgedehntere Hülfsmittel in Anwendung zu bringen, als solches früher geschehen und bei gewöhnlichen Bauausführungen gebräuchlich ist.

Es werden diese weitergehenden Maaßregeln bedingt durch die größere Eile, in der meistentheils die Eisenbahngebäude ausgeführt werden müssen, und welche nicht immer gestattet die günstige Jahrszeit, so wie eine völlige Austrocknung der Mauern, Hölzer, des Putzes, des Füllmaterials etc. so abzuwarten, wie solches bei gewöhnlichen Gebäudebauten thunlich ist.

Zur Verhütung der daraus folgenden Nachtheile ist daher für die auszuführenden Gebäude das Folgende bestimmt:

1) An der Perronseite der Hauptgebäude, an welcher in der Regel die Erdschüttung 6–7 Zoll unter Fußboden hinaufreicht, ist ein Isolirungscanal bis zur Tiefe des vordern Terrains, je nach dessen Tiefe 1–1 1/2 Fuß breit anzulegen. Bei besonders quelligem Terrain ist ein solcher Canal bis unter Kellersohle reichend, um das ganze Gebäude auszudehnen. Derselbe ist mit Platten abzudecken, und für dessen Ventilirung und den Wasserabzug in geeigneter Weise Sorge zu tragen.

2) Da erfahrungsmäßig der Schwamm in Fußböden über gewölbten Kellerräumen sehr selten auftritt, so ist die Anlage von Kellern in einem