Text-Bild-Ansicht Band 129

Bild:
<< vorherige Seite

gehende Wagen getrennt werden sollen. An der Achse dieser Rolle, über welche das Seil läuft, hängt auch ein kleines Gewicht W.

S¹, zwei Rollen von gleicher Größe wie S², welche an dem rechtwinkelig gebogenen kurzen Armen der Hebel angebracht sind. Die Länge dieser kurzen Arme muß gleich dem Durchmesser der Rollen seyn.

R, R, R, R ist das Signalseil. Um den horizontalen Schwingungen oder Abweichungen der Wagen folgen zu können, ist der obere Theil der Supports P¹, P² um einen senkrechten Stift drehbar. Nun ist es einleuchtend, daß die Entfernungen zwischen zwei Wagen eines Zuges, welche mit diesem Apparat versehen sind, sich einander nähern oder sich von einander entfernen können, ohne daß das Seil aus seiner gewöhnlichen Spannung kommt, indem sich das Gegengewicht nur wenige Zolle zu heben oder zu senken braucht.

Vor dem Abgange eines Zuges, und bei lange dauernden Fahrten auch auf einer der Hauptstationen, muß der Apparat sorgfältig nachgesehen und geschmiert werden. Man wird leicht einsehen, daß das Seil auch dazu angewendet werden kann, die Dampfpfeife aufzuziehen, wenn man diese Art von Signal den Glocken vorziehen sollte.

Das Signalseil ohne eine Spannvorrichtung zu lassen, hat das Nachtheilige, daß der Conducteur nie im Stande ist, ein Signal recht schnell zu geben, sobald das Seil schlaff ist.

XLIII. Maschine zu gewundener Holzarbeit; von Wilh. Pflüger und Sohn in Ludwigsburg.

Aus dem Württembergischen Gewerbeblatt, 1853, Nr. 15.

Mit Abbildungen auf Tab. IV.

Diese in Fig. 21 bis 25 dargestellte Maschine ist in vierfacher Größe ausgeführt, vorzüglich brauchbar zu schnellem, reinem und gleichförmigem Ausschneiden gewundener hölzerner Posamentirformen und anderer dergleichen Arbeiten, welche in Quantitäten zu liefern sind, und bei denen die Ausarbeitung von Hand sonst so mühsam und zeitraubend, daher auch kostspieliger ist, während ihr gefälliges Aussehen sie zu allgemeinerem Gebrauch empfiehlt. Daß übrigens dieselbe Einrichtung, in entsprechend