Text-Bild-Ansicht Band 129

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Thür auf und nieder bewegt werden kann. Es fließt stets kaltes Wasser zu und warmes ab. Die in Fig. 9 und 10 dargestellte Schieberthür ohne Schauloch hat gleiche Einrichtung mit der vorhergehenden. A ist die äußere Thür, B der Wassertrog in ihrem Innern, C die Röhre zur Einführung und D die zum Abfluß des Wassers.

Durch diese Einrichtungen ist jeder der großen Hitze des Puddelprocesses ausgesetzte Theil des Ofens auf eine sehr einfache Weise geschützt, und die Erfindung hat daher für die Stabeisenfabrication einen bedeutenden Werth, indem man dadurch Reparaturkosten am Ofen und folglich Zeitverlust vermeidet.

Puddelöfen mit dieser Einrichtung sind auf der Monkland-Hütte in Schottland seit zwölf Monaten im Betriebe und haben wesentliche Ersparungen und Betriebserleichterungen ergeben.

(Die Vortheile, welche die hier beschriebenen Puddelöfen gewähren, sind durchaus nicht zu verkennen, aber einfach sind die Einrichtungen nicht, und sie müssen stets in bester Ordnung erhalten werden, weil sonst ein Durchbrennen der gußeisernen Wände nicht zu vermeiden ist und dann das Wasser in den Ofen strömt und den Proceß verhindert. Die Wände müssen daher stets, am besten mit reinen Eisenerzen oder mit Schlacken, nicht mit Kalkstein geschützt werden. Schon früher hat man Oefen mit Wasserabkühlung gehabt, aber aus dem obigen Grunde wieder aufgegeben und statt ihrer solche mit Luftabkühlung angewendet. Jedenfalls sind die hier beschriebenen Einrichtungen besser als die früheren, und eine sorgfältige Beaufsichtigung der Oefen wird alle Nachtheile verhindern.

H.).

XCVI. Schmiedemaschine, welche sich J. H. Johnson zu Glasgow am 22. Decbr. 1852 patentiren ließ.

Aus dem Practical Mechanic's Journal, Juli 1853, S. 88.

Mit Abbildungen auf Tab. VII.

Die Erfinder der vorliegenden Maschine sind die Amerikaner H. und G. H. Richards.87) Mittelst derselben werden alle Bewegungen des

87)

Eine von W. Ryder in Bolton erfundene Schmiedemaschine, welche schon in mehreren deutschen Werkstätten Eingang gefunden hat, ist im polytechn. Journal Bd. CXXIII S. 342 beschrieben.

A. d. Red.