Text-Bild-Ansicht Band 131

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und nieder bewegt wird, und an seinem oberen Ende eine Platte V trägt, um im erforderlichen Falle Gewichte aufnehmen zu können. E ist eine Röhre, durch welche die zu filtrirenden Stoffe aus dem Behälter P in den Pumpencylinder gelangen; sie ist durch einen Schieber verschließbar, welcher aufgezogen wird, um die Substanz in den Cylinder zu lassen, wenn der Kolben oberhalb der Mündung der Röhre E angekommen ist. Der Hahn G ist während des Niedergangs des Kolbens offen und während seines Aufganges geschlossen.

Die Arbeit mit diesem Filter ist nun folgende. Wenn der Kolben H am oberen Ende des Pumpencylinders angekommen ist, so läßt man durch Aufziehen des Schiebers E den zu filtrirenden Stoff in den Cylinder fließen. Mit dem Beginn des Niederganges des Kolbens wird der Hahn G geöffnet und der Stoff in den Filtrircylinder gepreßt. Die flüssigen Theile durchdringen das Filter und fließen die Furchen des Cylinders hinab in einen untergestellten Trog. Während der Kolben in die Höhe geht, ist der Hahn G wieder geschlossen, bis eine neue Portion in den Cylinder A gedrückt wird. Ist der letztere mit der festen Substanz, aus welcher die Flüssigkeit gepreßt wurde, ganz gefüllt, so muß er geöffnet und entleert werden.

LVII. Composition um den Safflorcarmin für das Färben der Seide und Baumwolle zu ersetzen; von Hrn. Malègue, Färber zu Paris.

Aus Armengaud's Génie industriel, Januar 1854, S. 11.

Der Safflorcarmin, womit man seidene und baumwollene Stoffe Rosenroth und Ponceau zu färben pflegt, ist bekanntlich sehr theuer. Man versuchte ihn durch das sogenannte Cochenille-Physikbad zu ersetzen, dieses gibt aber keine so schönen Resultate, denn die Farben werden matt. Es gelang Hrn. Malègue eine Composition24) zu ermitteln, welche den Safflorcarmin hinsichtlich des Glanzes und der Lebhaftigkeit der Farbe vortheilhaft ersetzen kann; man erhält damit auch eine dauerhaftere Farbe,

24)

Er ließ sich dieselbe am 30. Novbr. 1852 für Frankreich patentiren.