Text-Bild-Ansicht Band 132

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einer am gebogenen Theil befestigten, durch das Auge x am Joch D, D laufenden Schnur in die Höhe gezogen werden.

Man kann wohl ohne Gefahr für das Glasrohr den Aufsatz v, v weglassen, wenn dafür dem Rohr in dem cylindrischen Theil u, u des umgekehrten Trichters eine Leitung, bestehend aus drei oder vier Stiften von Platindraht, gegeben wird. Der Vortheil bestünde darin, daß sich in der senkrechten Richtung weitere 2 1/2 bis 3'' der Quecksilberhöhe auskochen ließen, als die jetzige Einrichtung der Lampe für gebogene Röhren gestattet.

Wer indessen auch bei diesen das Auskochen bis zum äußersten Punkt treiben will, mag, wenn er in senkrechter Richtung nicht weiter kam, das Rohr aus der Lampe herausnehmen und den Rückstand des Quecksilbers, mit Hülfe derselben Weingeistlampe, wie gewöhnlich in schräger Richtung des Rohrs auskochen. Die Hauptarbeit hat dann auch in diesem Fall schon der Apparat verrichtet.

Bezüglich Fig. 3 ist noch zu bemerken, daß das Röhrchen z von Schwarzblech angefertigt seyn muß, weil Kupfer von heißem Quecksilber angegriffen wird.

Brünn, im April 1854.

LV. Benutzung der aus den Frischfeuern entweichenden Flamme zum Glühen von Eisen, Kupfer und andern Metallen; von dem Ingenieur Eugen Karr zu Paris.

Aus Armengaud's Publication industrielle, t. IX, p. 87.

Wir haben im polytechn. Journal Bd. CXXX S. 30 den von Hrn. Karr construirten sinnreichen Apparat zur Benutzung der Frischfeuerflamme beschrieben und die Vortheile nachgewiesen, welche derselbe für den Eisenhüttenbetrieb gewährt. Die in mehreren Hütten damit erlangten guten Resultate wiesen eine bedeutende Brennmaterial-Ersparung auf das Bestimmteste nach.

Später hat man den Karr'schen Apparat auch in der Hütte zu Pontens im Heiden-Departement eingeführt, und es sind sehr genaue vergleichende Versuche angestellt worden, deren Resultate wir hier mittheilen wollen.