Text-Bild-Ansicht Band 134

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Polytechnisches Journal.

Fünfunddreißigster Jahrgang.

Zweiundzwanzigstes Heft.

LXVII. Beschreibung einer wohlfeilen, einfachen und selbstzeigenden Lastwaage; von Fr. Marquardt.

Mit einer Abbildung auf Tab. IV.

In Kalkbrennereien, bei Kohlengruben, Eisenhütten und dergleichen Etablissements, wo starke, der Controle halber ziemlich genau dem Gewichte nach zu bestimmende Massen Rohmaterialien zu- und abgeführt werden, bedarf man einfacher, wohlfeiler und selbstzeigender Lastwaagen. Ich habe mit Vortheil eine von mir construirte solche Waage bei der Szaskaer Nera-Eisenhütte angewendet, von der ich glaube, daß sie alle diese Eigenschaften besitzt, und die ich deßhalb mit Beziehung auf Fig. 33 im Folgenden beschreiben werde.

a ist der Tragbalken des Einfahrtsthores, unter dem die Waage angebracht ist. Zwei gußeiserne, mit Metall ausgebüchste Träger b.. b dienen als Zapfenlager für die Zapfen des Waagbalkens c, welche zwar cylindrisch, aber doch möglichst schwach, von Stahl und gehärtet sind. Der Waagebalken besteht eigentlich aus zwei Theilen, dem gußeisernen Quadranten c und dem mit diesem verbundenen schmiedeisernen Hebel e. – Das aufgeschraubte Scharnierstück c ₁ dient zur Befestigung der Bandkette c₂, welche sich bei der Drehung des Waagebalkens genau an die Kreisform des Quadranten c zu biegen im Stande ist. In den Haken der Bandkette c ₂ endlich sind vier Ketten d.. d gehängt, welche durch die Felgen des dem Abwägen zu unterwerfenden Fuhrwerkes geschlungen werden. Vermittelst des Hebels x und des Hakens y erfolgt die Anspannung dieser Ketten leicht auf die aus der Figur erkennbare Weise.

Die hier beschriebene Waage ist somit lediglich ein zweiarmiger Hebel; aber während der eine Arm (derjenige der Last) in allen Stellungen seine