Text-Bild-Ansicht Band 141

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oder der Dampfkessel benutzt. Das System scheint hinsichtlich des Hüttenhaushaltes solche Vortheile zu gewähren, daß ein minder Erfahrener sich nur wundern muß, daß es nicht allgemein angewendet wird. Hr. Truran beweist jedoch, nach einer genauen Untersuchung der Vortheile und Nachtheile dieses Systems, daß der dabei zu erlangende Gewinn für die Kosten nicht entschädigt. Aus einem zweckmäßig mit Kohks betriebenen Hohofen sollten in der That nur wenig oder gar keine Gase entweichen, die als Ueberhitze verwendbar sind.

Puddeln mit Anwendung von Wasserdämpfen. – In der letzten Zeit wurde die Anwendung der Wasserdämpfe beim Puddeln als eine wesentliche Verbesserung bezüglich der Qualität und Quantität des Products empfohlen.56) Nach ausgedehnten Versuchen, welche Hr. Truran auf der Dowlais-Hütte anstellte, fand er aber, daß die mittelst Wasserdämpfen erlangten Resultate nicht im Verhältniß mit den Betriebs- und Unterhaltungskosten des Dampfapparates standen.

Triebkräfte für die Eisenfabrication. – Die bei den verschiedenen Zweigen des Eisenhüttenbetriebes in Großbritannien aufgewendeten Triebkräfte sind ungeheuer, und Hr. Truran war bemüht, sie annähernd zu bestimmen. (Das Ergebniß dieser Untersuchungen wurde bereits im polytechn. Journal Bd. CXXXVIII S. 200 aus seinem Werke mitgetheilt.)

LXXXI. Verbesserungen in der Construction und Windführung der Hohöfen; von dem Hütteningenieur W. Truran.

Aus dem Civil Engineer and Architect's Journal, Mai 1856, S. 152.

Mit Abbildungen.

Hr. Truran nahm nach dem Erscheinen seines Werkes „über die Eisenfabrication Großbritanniens“ ein Patent auf Verbesserungen in der Construction und Windführung der Hohöfen, durch welche er sehr wichtige Resultate zu erreichen bezweckt.

56)

Man s. polytechn. Journal Bd. CXXXVI S. 349.