Text-Bild-Ansicht Band 148

Bild:
<< vorherige Seite

Es wurden die Fensterscheiben nicht allein des Raumes, in welchem der Apparat aufgestellt war, sondern auch die Fenster mehrerer benachbarten Zimmer und selbst diejenigen in einem andern Gebäude zerbrochen.

Die bei dem Apparat beschäftigten zwei Arbeiter befanden sich glücklicher Weise im Augenblick der Explosion hinter der Trommel und nicht, wie gewöhnlich, wenn sie im Betriebe steht, vor ihr; der eine von ihnen, ein Knabe, wurde von dem Luftdruck umgeworfen und erlitt durch den Fall schwache Contusionen am Kopf, während der andere ganz unverletzt blieb.

Nach Angabe dieser Arbeiter hat sich das, an dem Dampfeintrittsrohr angebrachte Sicherheitsventil, kurze Zeit vor dem Unfall gehoben.

Dürrbach, Grubendirector.

Die Centralcommission für Ueberwachung der Dampfmaschinen in Paris, bestehend aus einer Reihe namhafter Berg- und Bauingenieure, bemerkt zu obigem Bericht Folgendes:

„Diese Explosion beweist neuerdings den Irrthum mancher Fabrikanten, welche glauben daß eine Dampfausströmungsröhre, oft von beschränktem Durchmesser, welche sich leicht mehr oder weniger verstopfen kann, stets genüge, um zu verhindern daß im Innern eines geschlossenen Raumes ein mehr oder weniger beträchtlicher Druck entsteht. Der Querschnitt einer solchen Röhre muß weit weniger der Größe des zu erhitzenden Apparates, als der Größe des diesen speisenden Dampfkessels angemessen seyn.“

LXXII. Nähmaschine von W. F. Platt.

Mit Abbildungen auf Tab. VI.

In einer frühern Mittheilung (Bd. CXLVII S. 406 dieses Journals) wurde eine Nähmaschine von Watson beschrieben, welche mit einem Faden arbeitet. Der Gegenstand dieser Mittheilung ist eine mit zwei Fäden arbeitende Maschine, deren Erfinder W. F. Platt ist.

Die Nähmaschinen mit zwei Fäden haben entweder zwei Nadeln, welche beide zu verschiedenen Zeiten und in verschiedener Richtung durch den Zeug stechen, wobei die eine Nadel immer durch die Schleife (Schlinge)