Text-Bild-Ansicht Band 153

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kann die Flüssigkeit abdampfen und krystallisiren lassen oder direct verwenden. Unserer Quelle sind zwei mit Chromalaun gefärbte Proben Wollengarn beigefügt, bei denen der Verf. nahm:

Zu Braun 6 Loth Chromalaun,
1 „ Schwefelsäure;
Zu Schwarz 4 „ Chromalaun,
1 „ Schwefelsäure.

Nicht allein der Chromalaun, sondern noch verschiedene andere leicht herzustellende Chromoxyddoppelsalze könnten hier in Betracht gezogen werden; der Kostenpunkt würde dabei am meisten ins Gewicht fallen. So erhält man z.B. durch Sättigen einer Auflösung von saurem chromsaurem Kali mit Oralsäure (gewöhnlich Zuckersäure genannt) oralsaures Chromoxydkali etc.

LXI. Ueber Gewinnung der Fettsäuren aus dem sogenannten Suinter oder dem zum Degummiren der Seide gebrauchten Seifenwasser; von Prof. Dr. P. Bolley.

Aus der schweizerischen polytechnischen Zeitschrift, 1659, Bd. IV S. 55.

Einer Mittheilung in den Brevets d'invention t. XXVIII zufolge ist den HHrn. Tabourin u. Lembert in Lyon ein Verfahren patentirt worden, wonach die Fettsäuren aus diesen Wassern am besten mit Eisenoxydsalzen ausgeschieden würden. Aus der Eisenseife soll nach dem Patent mit Schwefelsäure das Fett abgeschieden werden. Es sind schon wiederholt – da hiezu in Zürich sehr gute Gelegenheit ist – in dem technischen Laboratorium des Polytechnicums von Praktikanten Versuche gemacht worden über die Abscheidung und den durchschnittlichen Gehalt dieser Wasser an fetten Säuren; sie erscheinen vielleicht mit Rücksicht auf obige Notiz mittheilenswerth.

Die Abscheidung der Fettsäure aus diesen Brühen läßt sich, wie ja auch erwartet werden darf, ohne alle Schwierigkeit durch eine große Reihe von Basen, deren Salze mit alkalischen Seifenlösungen unlösliche Seifenniederschläge bilden, bewerkstelligen. Weßhalb den Eisensalzen der Vorzug gegeben werden solle, ist gar nicht einzusehen. Das Nächstliegende ist Chlorcalciumlösung, die beim Erhitzen mit der Flüssigkeit ein dickes,