Text-Bild-Ansicht Band 155

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solche Construction, daß er ohne Störung an die „Faller-Welle“ i befestigt werden kann, indem eine Seite der Nabe h¹ sich abnehmen und mittelst einer Stellschraube h² befestigen läßt. Die Enden der Arme h sind gebogen und zur Aufnahme eines an die Schiene a befestigten Theils k mit einem Schlitz versehen. Der Theil k bietet das Mittel dar, die Schienen nach den Spindeln zu adjustiren. l ist der Träger der Faller-Welle. Die Schiene und der Arm h befinden sich über der Spitze der Spindeln n. In dieser Lage tritt die Röhre f aus der Schiene heraus und fällt auf die Spindeln, wenn der Deckel c ausgelöst wird. Die punktirten Linien stellen die Schiene und den Arm in derjenigen Lage dar, welche sie annehmen, während die Maschine spinnt, und wenn sie mit Röhren gefüllt werden sollen. Befindet sich die Schiene in der richtigen Lage, um die Röhren auf die Spindeln zu decken, so lehnen sich die Arme h gegen die Achse m.

LXXXI. F. Durand's Zwirnmaschine.

Aus dem Bulletin de la Société d'Encouragement, durch die schweizerische polytechnische Zeitschrift Bd. IV S. 6.

Mit Abbildungen auf Tab. IV.

Man hat oft versucht, die beiden auf einander folgenden entgegengesetzten Drehungen des gezwirnten Garnes (Nähfaden, Cordonnet etc.) gleichzeitig und auf der gleichen Maschine vorzunehmen, ist aber meistens daran gescheitert, daß man den verschiedenen Fäden, welche gleichzeitig an dem einen Ende einzeln, an dem andern zusammen gedreht werden müssen, keine gleichmäßige Spannung geben konnte; ohne diese wird der Zwirn hohlsträngig und taugt nichts. Um diese Schwierigkeit zu beseitigen, wendet Durand eine bewegliche Lehre mit so viel Gängen an, als Fäden zusammen gezwirnt werden sollen. Die Fäden treten einzeln in dieselbe ein und vereinigen sich hinter derselben zur entgegengesetztesten Drehung. Diese Lehre sitzt wie ein Hut frei auf der Spindel und neigt sich in Folge dessen immer der Richtung zu, wo ein stärker gespannter Faden durchläuft; dadurch wird aber der schlaffere Faden wieder angezogen und es wirkt somit jene Lehre im eigentlichen Sinne des Wortes als selbstthätiger Regulator für die gleichmäßige Spannung der Fäden. Die Drehvorrichtungen