Text-Bild-Ansicht Band 155

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schlafferen Fadens ausgleicht. Der fertig gezwirnte Faden l wird über die Rolle k nach einer zweiten m geführt, wo er sich einige Male kreuzt und dann auf eine (hier nicht angegebene) Spule aufgewickelt wird.

Die Bewegung der einzelnen Theile geht auf folgende Weise vor sich: die Spindel a wird durch den doppelten Schnurlauf n gedreht; durch das auf der Spindel befestigte Rad o erhalten die auf der Scheibe a' liegenden Blätter p ihre Drehung und diese greifen wiederum in die auf den Achsen der Spulenrahmen b befindlichen Getriebe t ein. Die Schraube q überträgt durch das Getriebe r und die Schnurläufe s und t die Bewegung auf die Rolle m. Durch diese Combination ist die Drehungsrichtung der zweiten Zwirnung derjenigen der ersten entgegengesetzt.

LXXXII. Weber's Färbeapparat.

Aus dem Practical Mechanic's Journal, September 1859, S. 150.

Mit einer Abbildung auf Tab. IV.

Fig. 15 stellt den Färbeapparat, welcher Hrn. Emil Weber in Mülhausen (Elsaß) am 18. December 1858 für England patentirt wurde, im Längendurchschnitt dar.

Dieser Apparat besteht aus zwei, neben einander in verschiedenen Höhen aufgestellten Behältern A und I. – A ist der Färbekessel, welcher in einen Dampfmantel B eingeschlossen und mit einem durchlöcherten falschen Boden C und einer demselben entsprechenden durchlöcherten Scheibe D versehen ist. Der falsche Boden C ruht lose auf einem Winkeleisenrand. Auf die über ihm befindliche durchlöcherte Scheibe drückt eine Schraube, womit die zu färbenden Gewebe oder Gespinnste, welche sich zwischen C und D befinden, schwach zusammengepreßt werden können. Der falsche Boden C und die Scheibe D sind durch eine Kette F mit einander verbunden und bilden auf diese Weise, mit den in Lagen dazwischen gepackten zu färbenden Stoffen, eine Säule, welche aus dem Färbekessel herausgehoben werden kann. Zwischen dem Färbekessel A und dem Behälter der Färbeflüssigkeit I ist eine Druckpumpe G angebracht; H ist das Saugrohr derselben, welches aus dem Behälter I saugt. Durch Anwendung eines Windkessels ist man nun im Stande, mittelst der Druckpumpe einen